Eisbären starten mit klarem Sieg ins Halbfinale

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Deutsche Presse-Agentur

Titelverteidiger Eisbären Berlin hat sich auch zum Start des Playoff-Halbfinales nicht vom Weg zur vierten deutschen Eishockey-Meisterschaft abbringen lassen.

Mit dem souveränen 4:0 (2:0, 2:0, 0:0) über Adler Mannheim feierte der deutsche Primus schon seinen elften Sieg in Folge und löschte damit den vier Jahre alten Vereinsrekord aus. DEL-Rekordchampion Mannheim steht im zweiten Spiel in zwei Tagen auf eigenem Eis erheblich unter Druck, weil zum Final-Einzug nur drei Erfolge nötig sind. Im anderen Halbfinale stehen sich die Hannover Scorpions und die DEG Metro Stars gegenüber.

Trotz des Sieges mit drei Überzahltoren gab sich der starke Berliner Angreifer Florian Busch zurückhaltend. „Es ist noch ein weiter Weg ins Finale für beide Mannschaften“, sagte Busch, der im Vorjahr gegen die Kölner Haie das entscheidende Tor zur dritten Meisterschaft erzielt hatte. Sven Felski meinte zur Mannheimer Leistung: „Was heißt schwach? Vielleicht waren wir auch ganz gut.“ Mannheims Trainer Teal Fowler sagte: „Wir haben nicht unser bestes Eishockey gespielt. Unser Unterzahl-Spiel war nicht gut. Wir müssen das abhaken und anders in Spiel zwei gehen.“

Der sechsmalige Meister aus Mannheim startete vor 14 100 Fans in der fast ausverkauften O2 World besser, brachte sich durch Strafzeiten aber selbst aus dem Konzept. Ex-Adler Andy Roach (14.) staubte bei 4:3-Überzahl zur Führung ab, dann traf André Rankel (18.) im Powerplay aus spitzem Winkel durch die Beine von Torhüter Fred Brathwaite, dem DEL-Spieler des Jahres. Berlins Schlussmann Rob Zepp zeigte dagegen eine souveräne Leistung.

Die Hausherren spielten im zweiten Abschnitt aus einer starken Defensive heraus sehr effektiv. Busch bediente Felski, der den Puck im Nachsetzen unabsichtlich mit dem Schlittschuh ins Tor drückte (29.). „Wenn Felski auf dem Eis ist, ist immer ein bisschen Magie dabei“, sagte Busch. Eine weitere Mannheimer Strafzeit nutzte Deron Quint (39.) auf Zuspiel von Routinier Felski zur Entscheidung.

Mannheim hatte im Viertelfinale noch gegen die Nürnberg Ice Tigers überzeugt, deren Tage in der Deutschen Eishockey-Liga angesichts finanzieller Probleme gezählt scheinen. Der DEL-Aufsichtsrats- Vorsitzende Jürgen Arnold plädierte im „Donaukurier“ (Samstag) für einen schnellen Ausschluss.„Ich werde unverzüglich eine Gesellschafterversammlung einberufen, die dann über den Lizenzentzug entscheidet“, sagte Arnold, der auch Geschäftsführer des DEL-Clubs ERC Ingolstadt ist. Nach dem Rückzug der Füchse Duisburg ist die Liga bereits von 16 auf 15 Clubs geschrumpft.

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