Eintracht zieht Konsequenzen aus Fan-Randale

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Deutsche Presse-Agentur

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat Konsequenzen aus der Randale eigener Fans gezogen, die fast zum Abbruch der Partie beim Karlsruher SC geführt hatte.

„Eintracht Frankfurt wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, gewaltbereite Zuschauer auszugrenzen, und appelliert an alle Anhänger, die Eintracht Frankfurt ehren und den Fußball lieben, bei diesem Vorhaben behilflich zu sein“, teilte Vorstandsmitglied Klaus Lötzbeier am Dienstag mit.

Trotz eines Rekordaufgebots von insgesamt rund 700 Ordnungskräften und Polizisten waren zu Beginn der 2. Halbzeit bengalische Feuerwerkskörper gezündet und aus dem Eintracht-Fanblock auf das Spielfeld geflogen. Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) pfiff die Partie verspätet wieder an, nachdem er zuvor die Mannschaften in die Kabine zurückgeschickt hatte. Erst in der Woche zuvor war die Eintracht vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen ähnlicher Delikte mit einer Geldstrafe von 5000 Euro belegt worden.

Der Vorstand bedauerte die Vorfälle außerordentlich und entschuldigte sich ausdrücklich beim KSC und seinen Zuschauern für das „inakzeptable Verhalten eines Teils der Eintracht-Anhänger“. Den KSC und seinen Ordnungsdienst treffe keine Verantwortung für die Ausschreitungen. Der Kontroll-Ausschuss des DFB hat Ermittlungen aufgenommen und forderte Eintracht Frankfurt bis zum 25. Februar zu einer Stellungnahme auf.

Nach Polizeiangaben sind bereits einige Störer identifiziert und vorübergehend festgenommen worden. Ein Täter sei ermittelt worden, der Pyrotechnik abgebrannt hatte und gegen den die Eintracht Schadensersatzansprüche geltend machen wird. Den Ertappten droht auch ein deutschlandweites Stadionverbot.

Eintrittskarten würden mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres nur personalisiert abgegeben, hieß es. Fan-Utensilien bis auf weiteres bei Auswärtsspielen wegen wiederholten Missbrauchs nicht mehr gestattet. Jeder müsse bereit sein, zukünftig mitunter Einschränkungen hinzunehmen, um gewaltbereite Personen von denjenigen friedlichen Anhängern zu trennen, die regelmäßig ausgenutzt werden, weil sich Gewalttäter hinter ihnen verstecken.

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