Einsame Klasse: Björndalen siegt zum 89. Mal

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Deutsche Presse-Agentur

Als Ole Einar Björndalen seinen 89. Weltcupsieg am vorletzten Biathlon-Wochenende der Saison in unnachahmlicher Manier perfekt gemacht hatte, klatschte König Harald V. von Norwegen in der Loge begeistert Beifall.

Bei den Heimrennen in Trondheim siegte Björndalen am Wochenende in der Verfolgung und im Massenstart - jeweils souverän vor dem Österreicher Simon Eder. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis verhinderte den totalen Durchmarsch des 14-maligen Weltmeisters bei den Oslo-Ersatzrennen. Der Allgäuer hatte Björndalen gleich im Auftakt-Sprint auf Platz zwei verwiesen. „Ich bin sehr zufrieden. Ich war dreimal bei der Siegerpräsentation dabei“, sagte Greis. Als Vierter hatte Greis am Samstag das Podest in der 12,5-Kilometer-Verfolgung nur um 0,5 Sekunden verpasst. Im Massenstart über 15 Kilometer am Sonntag war der 32-Jährige aus Nesselwang als Achter zweitbester deutscher Skijäger.

Stärkster Biathlet des Deutschen Skiverbandes (DSV) im letzten Rennen vor der Reise zum Finale nach Chanty Mansijsk war der Oberhofer Christoph Stephan als Sechster. Bis zum letzten Schießen lag der Vize-Weltmeister im Einzel sogar noch in Schlagdistanz zu Björndalen. Doch während sich der Norweger keinen Fehler leistete, zielte Stephan zweimal daneben. Er wurde nach hinten durchgereicht und hatte am Ende 63,3 Sekunden Rückstand auf den Sieger. „Ich bin total fertig“, sagte Stephan, der das Ende der strapaziösen Saison herbeisehnt.

Michael Greis musste insgesamt gleich viermal in die Strafrunde, war dennoch nur 65,1 Sekunden langsamer als Björndalen. Der Norweger benötigte für die 15-Kilometer-Distanz 41:12,9 Minuten. Obwohl er in diesem Winter einige Weltcup-Rennen ausgesetzt hat, liegt der Norweger in der Gesamtwertung nach 23 von 26 Wettbewerben mit 926 Punkten vor Tomasz Sikora (Polen/853). Michael Greis ist Fünfter mit 711 Zählern.

Am Samstag hatte Andrea Henkel die deutschen Biathletinnen mit ihrem zweiten Saisonsieg wieder in die Erfolgsspur zurückgeführt. Zwei Tage nach dem schwachen Abschneiden im Sprint zeigten sich die deutschen Skijägerinnen im Verfolgungsrennen stark verbessert. „Ich wollte ein gutes Rennen machen und das ist mir gelungen“, sagte Andrea Henkel. Die Großbreitenbacherin war von Rang zehn gestartet.

Sie holte sich ihren 16. Weltcup-Sieg dank einer fehlerfreien Leistung am Schießstand. In 30:08,8 Minuten setzte sie sich mit einem Vorsprung von 12,9 Sekunden vor der Russin Olga Saizewa durch, die einmal in die Strafrunde musste.

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