Eilts unter Druck - Kurz auf Bewährung

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Deutsche Presse-Agentur

Dieter Eilts spielt gegen den Abstieg, Marco Kurz um seinen Job. Am 19. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga stehen die Trainer von Hansa Rostock und 1860 München im Blickpunkt, sportlicher Höhepunkt ist aber die Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Kaiserslautern.

Für den „Club“ ist ein Sieg Pflicht, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Die „roten Teufel“ aus der Pfalz könnten mit drei Punkten wieder Tabellenführer werden, wenn das Führungstrio patzen sollte. Spitzenreiter SC Freiburg empfängt den VfL Osnabrück, die SpVgg Fürth ist beim FC St. Pauli zu Gast, und der FSV Mainz 05 trifft am heimischen Bruchweg auf die Münchner „Löwen“.

Nach dem spektakulären Machtwechsel in München droht nun Trainer Kurz ein ähnliches Schicksal wie dem beurlaubten Sportdirektor Stefan Reuter. Ex-Profi Miroslav Stevic, der neue starke Mann bei den Sechzigern, will die Zukunft des Trainers vom Spiel in Mainz abhängig machen. Kurz weiß, dass er womöglich seinen Job los sein wird: „Das ist ganz normal in diesem Geschäft“. Dass Trainer wie Lothar Matthäus oder Klaus Augenthaler bereits als Kurz-Nachfolger gehandet werden, beschäftigt Stevic nicht: „Ich mache mir jetzt keine Gedanken über Spekulationen, weil wir im Moment einen Trainer haben.“

Überhaupt nicht lustig fand der Serbe die Verbal-Attacken von Bayern-Manager Uli Hoeneß, der Stevic vorwarf, er habe „ein paar Euro-Zeichen im Herzen“. Er werde Hoeneß irgendwann widerlegen, konterte Stevic in den Münchner Zeitungen. Auch die Hoeneß-Prophezeiung, die neuerlichen Turbulenzen beim Lokalrivalen seien der „Anfang vom Ende für 1860“, kamen beim Ortsnachbar nicht gut an. „Wir werden Hoeneß beweisen, dass die jüngsten Maßnahmen der Start in eine hoffnungsvolle Zukunft sind“, konterte 1860-Präsident Rainer Beeck in der Münchner „tz“.

Reizklima herrscht auch an der Ostsee. Nachdem vier von fünf Spielen unter seiner Regie verloren gingen, hofft Trainer Eilts bei Alemannia Aachen auf die Wende. „Es wird Zeit, dass wir das ändern“, forderte der Ex-Nationalspieler, „aber es wird schwer, denn Aachen ist zu Hause eine Macht.“ Ähnlich heimstark ist auch Freiburg, das mit einem Sieg am Freitag gegen Osnabrück die Tabellenführung ausbauen will. Eine harte Nuss hat Verfolger Fürth zu knacken - St. Pauli ist am Millerntor noch ungeschlagen.

In Nürnberg ist ein Spieler aus der 3. Liga der neue Hoffnungsträger. „Ich hoffe, dass er uns hilft, an die Aufstiegsränge heranzukommen“, sagt FCN-Manager Martin Bader über den von Rot-Weiß Erfurt verpflichteten Schweizer Stürmer Albert Bunjaku. Im Topspiel gegen Kaiserslautern wird der 25-Jährige aber zunächst auf der Bank sitzen. Um den Anschluss nach oben spielen auch der seit elf Spielen unbesiegte FC Augsburg bei Rot Weiss Ahlen und Erstliga-Absteiger MSV Duisburg gegen den SV Wehen Wiesbaden. Im direkten Duell zwischen Schlusslicht TuS Koblenz und dem FSV Frankfurt geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.

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