Fortuna-Coach beschwört nach emotionalem Sieg das „Momentum“

Torjubel
Der Düsseldorfer Torschütze zum 2:1, Brandon Borello (r), jubelt mit Rouwen Hennings. (Foto: Roland Weihrauch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach dem emotionalen Last-Minute-Sieg gegen den Karlsruher SC glaubt Fortuna Düsseldorfs Chefcoach Uwe Rösler fest an einen mentalen Vorteil seines Teams im Aufstiegsrennen der zweiten Liga.

„Wir haben jetzt ein gutes Momentum“, jubelte der stolze Fortunen-Coach noch lange nach dem 3:2 (1:1) im Nachholspiel am Montagabend, das der eingewechselte Shinta Appelkamp erst in der fünften Minute der Nachspielzeit perfekt gemacht hatte.

„Wir hatten jetzt eine super Stimmung in der Kabine. Das wird uns helfen für die nächsten Spiele“, befand Rösler, der nach dem Siegtor völlig aufgelöst an der Seitenlinie kaum mehr zu halten war.

Auch mit Appelkamp gingen die Gefühle durch. Der 20 Jahre alte Deutsche-Japaner hatte weite Teile während der Rückrunde verletzt gefehlt und ist erst seit wenigen Wochen wieder spielfähig. Bei seinem 19-Minuten-Einsatz stand der Kreativspieler in letzter Minute goldrichtig. „Ich kann es immer noch nicht in Wort fassen. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, jubelte Appelkamp nach dem „dramatischsten Spiel, das ich je erlebt habe“.

Für die Fortuna, die unbedingt einen Punkte-Dreier benötigte, war es ein Spiel zwischen Himmel und Hölle. Die Düsseldorfer legten mit Macht los, drückten den KSC in die Defensive und lagen doch durch Kevin Dansos unglückliches Eigentor (9. Minute) früh zurück. Nach dem Ausgleich von Dawid Kownacki per Foulelfmeter (35.) kämpfte die Fortuna leidenschaftlich und Rösler wechselte den Sieg ein: Alle fünf Ergänzungsspieler waren an den Treffern zum 2:1 und 3:2 beteiligt.

Brandon Borellos Führung (73.) wurde durch einen von Marvin Wanitzek für den KSC glücklichen Foulelfmeter (80.) noch ausgeglichen. Doch dann drückte Appelkamp einen Lattenknaller von Emmanuel Iyoha über die Linie. Hätte das Spiel vor Zuschauern stattgefunden - die Arena am Rhein wäre womöglich explodiert. „Pure Freude, natürlich Adrenalin“, beschrieb Rösler seine Gefühle nach dem Siegtor.

Denn dieser Treffer kann für die Fortuna noch Gold wert sein. Nach Punkten (52) schlossen die Düsseldorfer nach 31 Spieltagen zum Hamburger SV auf dem Relegationsrang drei auf. „Wir können alle die Tabelle lesen“, befand Kapitän Adam Bodzek, verwies aber auf die Vorteile der Konkurrenz. Immerhin hat der HSV das deutlich bessere Torverhältnis und Holstein Kiel als Tabellen-Fünfter (48) hat noch drei Spiele mehr zu absolvieren als Fortuna und der HSV.

Doch die Emotionen vom Montag könnten nicht nur nach Meinung von Rösler nun Berge versetzen. „Wir haben heute einen Riesenschritt gemacht“, frohlockte Appelkamp und forderte: „Klar ist, wir müssen jetzt alles gewinnen.“ Nächster Gegner ist am Samstag die abstiegsbedrohte Eintracht aus Braunschweig.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-456329/4

DFL-Infos zum Spiel

Zweitliga-Tabelle

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Impfung

Chefvisite - Klinikchef fordert harte Strafen für Impfverweigerer

Für Impfverweigerer soll möglichst rasch ein Regel- und Strafwerk erarbeitet werden. Darüber müsse „jetzt entscheiden werden, sonst gerät das Thema in den Bundestagswahlkampf“, warnt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, bei „19 – die Chefvisite“. Die Corona-Impfung sei selbstverständlich freiwillig, so der Mediziner.

Es müsse aber auch klar sein, dass ein Nein zum Piks von bis zu zehn Millionen Einwohnern für diese „bedeutet, dass etwas wegfällt“ – als Strafen denkbar seien zum Beispiel die Untersagung des ...

 Sollte der Inzidenzwert auch am Freitag weiterhin unter der Marke von 150 liegen, dürfen die Geschäfte ab Montag wieder „Click

Ab Montag gibt es wahrscheinlich wieder „Click & Meet“

Der Inzidenzwert, der angibt, wie viele von 100 000 Einwohnern sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus angesteckt haben, sinkt im Landkreis Ravensburg weiter. Hatte der Wert vor zwei Wochen, am Mittwoch, 28. April, noch bei 176,8 gelegen, betrug er am Mittwochvormittag laut Robert-Koch-Institut 141,2 und lag damit den sechsten Werktag hintereinander unter der Marke von 165. Freitag wäre der fünfte Tag, an dem der Wert unter 150 liegt. All das hat vielfältige Auswirkungen.

Mehr Themen