DTB-Profis unter Floridas Sonne wieder im Schatten

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Deutsche Presse-Agentur

Für viele Urlauber ist Miami ein Traumziel, für Deutschlands Tennis-Profis entwickelt sich die Metropole in Floridas Süden hingegen immer mehr zum Alptraum. Björn Phau ist dort als letzter Deutscher beim mit 4,5 Millionen Dollar dotierten ATP-Masters-Turnier ausgeschieden.

Der 29-Jährige aus Weilerswist verlor sein Drittrunden-Match gegen den Serben Viktor Troicki glatt in 76 Minuten 4:6, 3:6 und setzte somit die bescheidene Bilanz der Vergangenheit fort - business as usual. Denn seit Jahren stehen die deutschen Profis unter Floridas Sonne nur im Schatten.

Dabei wurde oftmals die dritte Runde zur Endstation. Seit 1999 haben in Miami nur vier Deutsche den Sprung ins Achtelfinale geschafft, Nicolas Kiefer stand 1999 und 2004 sogar im Viertelfinale. Diesmal hingegen waren schon zum Auftakt weithin unbekannte Qualifikanten wie der Kanadier Frank Dancevic und Michail Kukushkin aus Kasachstan für Philipp Kohlschreiber und Thomas Haas zu stark. Deren Analysen hörten sich hinterher ratlos an: „Ich habe hier noch nie gut gespielt“, meinte Kohlschreiber. „Es macht einfach keinen Spaß, wenn man so einen Mist spielt“, betonte Haas.

Phau, der als „Lucky Loser“ ins Hauptfeld nachgerückt war, suchte derweil die Gründe für sein Ausscheiden bei sich selbst. „Troicki hat unglaublich aufgeschlagen, ich hatte bei seinem Service keine Chance“, sagte der Weltranglisten-80. Anders als Troicki hatte Phau immer wieder Probleme mit seinem Service. Während dem Weltranglisten- 41. aus Serbien 12 Asse gelangen, fabrizierte Phau acht Doppelfehler. „Ein Sieg gegen ihn wäre ohnehin schwer geworden, aber ich wollte zumindest ein gutes Match spielen und das habe ich halt nicht getan“, gab Phau zu. Im zweiten Satz habe er die Spannung etwas verloren, so der Rechtshänder, den es auch nicht tröstete, dass er der letzte Deutsche im Feld war. „Es war eine Drittrunden-Niederlage wie bei Kiefer und Schüttler. Ich habe lediglich einen Tag später verloren.“

Im Damen-Doppel steht Anna-Lena Grönefeld im Viertelfinale. Die 23 Jahre alte Nordhornerin gewann mit Patty Schnyder aus der Schweiz gegen Petra Martic/Coco Vandeweghe (Kroatien/USA) in 49 Minuten 6:1, 6:2. In der Runde der letzten Acht treffen Grönefeld/Schnyder auf die an Nummer 4 gesetzten Australierinnen Samantha Stosur/Rennae Stubbs.

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