Dreikampf um die Tabellenspitze - Hansa am Abgrund

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Deutsche Presse-Agentur

Aufstiegskandidaten gegen Kellerkinder: Die 2. Fußball-Bundesliga bietet am 21. Spieltag ein Kontrastprogramm.

Der Tabellendritte FSV Mainz 05 Mainz empfängt das in arge Abstiegsnot geratene Hansa Rostock, Möchtegern-Aufsteiger 1. FC Nürnberg erwartet Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden und der Tabellenzweite SpVgg Greuther Fürth ist beim Liga-Vorletzten TuS Koblenz zu Gast. Spitzenreiter SC Freiburg ist derweil auf dem besten Weg, nach vier Jahren 2. Liga die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. „Eine Aufstiegs-Garantie gibt es aber nicht“, erklärte Trainer Robin Dutt. „Es ist schön, da oben zu stehen, aber erreicht haben wir noch nichts.“

Mit einem Sieg gegen den FC Augsburg können die Freiburger ihre Tabellenführung auf 42 Punkte ausbauen, bei einer Niederlage wäre die Konkurrenz aus Fürth und Mainz wieder im Geschäft. Am Mainzer Bruchweg kreuzt mit dem Krisen-Club aus Rostock ein vermeintlich leichter Gegner auf, doch FSV-Manager Christian Heidel warnt: „In der 2. Liga gibt es keine Mannschaft, die man mit links schlagen kann.“

Die Hanseaten und Trainer Dieter Eilts, dessen Bilanz von nur vier Punkten aus sieben Spielen ernüchternd ist, haben sich viel vorgenommen, um die bösen Abstiegs-Geister zu verjagen. „Wir wollen mit der gleichen Aggressivität und Entschlossenheit spielen wie zuletzt in Aachen“, sagte Eilts und erinnerte an das eindrucksvolle 3:3 vor zwei Wochen bei der Alemannia. Mit Gledson und Benjamin Lense fehlen ihm weiterhin zwei wichtige Defensivspieler. Der Einsatz von Rechtsverteidiger Kevin Schöneberg ist noch unklar.

Die Abwehr sorgt auch in Nürnberg nach dem 2:6-Debakel in Aachen für Diskussionen. Da kommt das mögliche Comeback von Kapitän Andreas Wolf gerade recht. „Ich will spielen, das muss mein Anspruch sein“, forderte er seinen ersten Einsatz nach sechsmonatiger Pause wegen eines Kreuzbandrisses. „Club“-Sportdirektor Martin Bader erwartet gegen den Tabellenletzten „ein ekliges Spiel. So wie das 0:0 gegen den FSV Frankfurt. Mit einem Sieg kann die Mannschaft zeigen, dass sie positiv auf das Aachen-Spiel reagiert hat.“

Neben dem Altmeister aus Franken geht es auch für Alemannia Aachen beim angeschlagenen FC Ingolstadt sowie den MSV Duisburg und den 1. FC Kaiserslautern um den Anschluss an die Spitzenplätze. Duisburgs seit sieben Spielen ungeschlagener Coach Peter Neururer will sich mit einem Sieg über 1860 München für eine Vertragsverlängerung empfehlen. Die Lauterer wollen ausgerechnet beim heimstarken FC St. Pauli ihre miserable Auswärts-Bilanz aufbessern - seit fünf Monaten sind die Pfälzer in der Fremde ohne Sieg. Das Aufsteiger-Duell zwischen Rot Weiss Ahlen und Rot-Weiß Oberhausen sowie das Abstiegs-Derby des FSV Frankfurt gegen den VfL Osnabrück vervollständigen den Spieltag.

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