DOSB fordert 115 neue Sportler-Planstellen

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Deutsche Presse-Agentur

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erwartet vom Bund, dass im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2012 in London 115 zusätzliche Planstellen für Spitzensportler geschaffen werden.

Wie der Direktor des Geschäftsbereichs Leistungssport der Dachorganisation, Bernhard Schwank, im Bundestags- Sportausschuss erklärte, seien 82 zusätzliche Beschäftigungspositionen bei der Bundeswehr als sogenannte Sportsoldaten und 33 bei der Bundespolizei nötig. Schwank und DOSB- Generaldirektor Michael Vesper erläuterten die sogenannten Zielvereinbarungen, die für den Vier-Jahres-Zeitraum bis 2012 mit den 33 olympischen Fachverbänden abgeschlossen wurden.

„Das bisherige System war eine Glaskugel, nunmehr bauen wir einen Weg zu erfolgreichen Zielen des Spitzensports“, erklärte Vesper. Nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen sei ein neues Steuerungsmodell für den Leistungssport erarbeitet worden, das als oberstes Ziel die „Null-Toleranz gegen Doping“ habe. Vesper unterstrich, dass bei den Spielen 2012 die deutsche Olympia-Mannschaft einen Platz unter den ersten fünf Nationen erreichen wolle. Mit den Verbänden seien daher Zielvereinbarungen abgeschlossen, die jährlich evaluiert werden.

Zu Beginn der Sitzung kritisierte der Ausschussvorsitzende Peter Danckert (SPD), dass vom DOSB zwei erbetene Muster-Vereinbarungen dieser Art nicht zur Verfügung gestellt wurden. Vesper machte deutlich, dass diese vertraglichen Verpflichtungen personenbezogene Daten, etwa über Trainergehälter, enthielten. Deshalb könnten diese Materialien intern den Fraktionen zur Verfügung gestellt, jedoch nicht veröffentlicht werden.

Der Sportausschuss fordert die Bundesregierung auf, dass der Sport fester Bestandteil des kommunalen Zukunftsinvestitionsprogramms werden müsse, das im Rahmen des Konjunkturpakets II im Bundestag verabschiedet werden soll. In dem einstimmigen Beschluss heißt es, dass im sogenannten Infrastrukturpaket Länder und Kommunen auch den Neubau, die Erweiterung und den Umbau von Sportanlagen fördern sollen. Dieser Beschluss soll eine „Klarstellung“ zum vorliegenden Entwurf des Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland sein und in die amtliche Begründung aufgenommen werden, erklärte Danckert.

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