Doppel-Erfolg für Österreich - Svindal holt auf

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Deutsche Presse-Agentur

Der Österreicher Klaus Kröll hat beim Ski-Weltcup in Kvitfjell die erste Abfahrt seiner Karriere gewonnen und im Rennen um die Disziplin-Wertung den Rückstand auf seinen führenden Landsmann Michael Walchhofer verkürzt.

Walchhofer belegte bei der zweiten Abfahrt des Wochenendes in Norwegen mit 27/100 Sekunden Rückstand auf Kröll den zweiten Platz. „Ski-Österreich kann sich freuen, der Abfahrts-Weltcup ist in Österreichs Hand“, sagte Walchhofer, bislang zweimaliger Sieger in dieser Wertung.

Dritter in Kvitfjell wurde der Sieger vom Freitag, Manuel Osborne-Paradis aus Kanada. Der Ebinger Stephan Keppler fuhr auf den 29. Platz, Peter Strodl (Partenkirchen) kam auf Rang 37 ins Ziel. „Stephan Keppler ist in den Punkten dabei und mehr ist derzeit einfach nicht drin“, sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. Erstmals seit seinem Sturz vor einem Jahr in Norwegen, als sich Keppler das Kreuzband riss, holte der 26-Jährige dort wieder Punkte.

Im Kampf um die kleine Kristallkugel liegt der 33-jährige Walchhofer 75 Punkte vor Kröll - die Entscheidung fällt beim Weltcup-Finale in Are. In Schweden wird sich auch erst klären, wer die Gesamtwertung für sich entscheidet. Zwar fuhr der Norweger Aksel Lund Svindal auf der Olympiabakken-Strecke nur 18 Punkte ein, aber dem leer ausgegangenen Führungsduo rückte der dreimalige Weltmeister dennoch bis auf acht Punkte auf die Pelle. Mit 837 Zählern liegen Benjamin Raich (Österreich) und Ivica Kostelic (Kroatien) noch gemeinsam vorn.

Raich schied bei der Abfahrt aus, dagegen durften sich seine Teamgefährten freuen. „Es ist unglaublich, es hat endlich geklappt Ich lebe für die Abfahrt“, sagte der 28-jährige Kröll, der seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt beim Super-G im Januar in Kitzbühel gefeiert hatte. Im Kampf um die kleine Kugel rechnet sich der stämmige Österreicher keine großen Chancen mehr aus. „Wenn Michael unter die besten 15 fährt, kann ich in Are machen, was ich will.“

Etwas enttäuscht war Stephan Keppler. „Die Fahrt war wieder einmal nicht so schlecht“, erklärte der 26-Jährige. „Aber es war schwierig zu fahren, deshalb war nicht mehr drin.“

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