Dieser Memminger will am Sonntag die Bayern stoppen

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 Gegen den VfB Stuttgart am 19. Januar hatte Hack Grund zu feiern. Der Innenverteidiger schoss beim 3:2-Sieg in Stuttgart sogar
Gegen den VfB Stuttgart am 19. Januar hatte Hack (rechts) Grund zu feiern. Der Innenverteidiger schoss beim 3:2-Sieg in Stuttgart sogar ein Tor. (Foto: dpa/Sebastian Gollnow)
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In Spiel 1 nach dem Champions-League-Aus des FC Bayern München, geht es in der Bundesliga am Sonntag (18 Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05. 17 Tore haben die Mainzer allein in der Rückrunde kassiert. „Viel zu viel“, sagt der aus Memmingen stammende FSV-Innenverteidiger Alexander Hack. Warum sich die Mainzer gegen Bayern trotzdem Chancen ausrechnen, erklärt der 25-Jährige im Gespräch mit Theresa Gnann.

Herr Hack, Sie haben in der Jugend bei Memmingen und 1860 München gespielt. Später dann noch bei Unterhaching. Klingt nicht danach, als wären Sie Bayernfan ...

Lustigerweise war ich als Kind totaler Bayernfan. Ich hab immer in Bayern-Bettwäsche geschlafen. Das hat irgendwann nachgelassen und war spätestens dann vorbei, als ich zu Sechzig gegangen bin.

Trotzdem ist das Spiel am Sonntag in München für Sie keins wie jedes andere. Oder?

Für mich ist es immer wieder was besonderes in München zu spielen. Ich hab da lang gewohnt, viele Freunde leben da. Ich werde nie mein Debüt mit Mainz in München vergessen. Das war einfach genial, weil ich da so viele Leute gekannt hab. Es hat nach Abpfiff eine Stunde gedauert, bis ich in die Kabine gekommen bin. Auch auf dem Platz hab’ ich mich gegen Bayern eigentlich immer ganz gut gefühlt. Ich hab’ zweimal in München gespielt, davon einmal gewonnen und einmal unentschieden gespielt. Die Quote kann sich doch sehen lassen.

Hat Euch Liverpool am Mittwoch gezeigt, wie man die Bayern schlagen kann?

Ja, ein bisschen vielleicht schon. Wir messen uns natürlich nicht unbedingt an Liverpool. Aber man sieht schon Ansätze, wie man gegen Bayern spielen muss. Liverpool hat das wirklich gut gemacht. Die haben die Konter sehr stark ausgespielt. Das wird auf jeden Fall auch ein Mittel sein, wie wir die Bayern schlagen wollen. Ein kleines bisschen kann man unsere Spielweise ja schon mit der von Liverpool vergleichen. Das ist einfach die alte Kloppo-Schule: Den Gegner zu Ballverlusten zwingen und dann selbst schnell umschalten. Und obwohl Klopp schon lange aus Mainz weg ist, ist das hier so geblieben. Das ist noch immer unsere Stärke. Mal schauen, was wir am Sonntag daraus machen können.

Mainz hat allein in der Rückrunde 17 Gegentore bekommen ...

Das ist natürlich viel zu viel. Aber die Mannschaft ist hungrig. Wir wissen, was wir draufhaben. Wir haben gegen Gladbach zwar leider keine Punkte geholt, aber trotzdem ordentlich gespielt. Daran müssen wir anknüpfen.

Sie haben jetzt länger nicht gespielt. Zuletzt Anfang Februar beim 1:5 gegen Leverkusen. Wie groß schätzen Sie die Chancen ein, dass Sie am Sonntag spielen?

Ich hatte ein paar gesundheitliche Probleme, aber jetzt geht’s wieder. Ich fühle mich zu 100 Prozent fit und schätze meine Chancen eigentlich gut ein. Bei uns in Mainz ist das schon so, dass man sich während der Woche in die Startelf trainieren kann. Das habe ich diese Woche natürlich auch versucht.

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