Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik

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Deutsche Presse-Agentur

Der Auftakt in die Nationalmannschaftssaison 2009 ist gründlich misslungen. Beim 0:1 (0:0) gegen Norwegen zeigte die gesamte Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw eine schwache Vorstellung.

Adler: Kämpfte um Sicherheit: Ließ erst Skjelbreds Schuss prallen (14.), rettet dann super gegen Helstad (22.). Beim Tor irritiert.

Hinkel: Erstmals seit Sommer 2005 in der Startelf - nutzte die Chance nicht. Hinten kaum gefordert, im Vorwärtsgang fehlt die Qualität.

Mertesacker: Steigerte sich nach Anfangs-Wacklern. Klärte gegen Helstad (14.), schloss einige Räume. Schlag auf den Fuß: 45. raus.

Westermann: Wieder in der Abwehrmitte, aber enorme Probleme. Vier Fehler in der ersten Viertelstunde. 90 Minuten Unsicherheitsfaktor.

Lahm: In seinem 53. Länderspiel ungewohnt fahrig: Fehlpässe, Querpässe. Blieb aber dran, verfehlte nur knapp (29.) - mehr nicht.

Schweinsteiger: Elan und Inspiration Fehlanzeige. Dribbelte zu lange, konnte den Norwegen-Riegel nicht aufbrechen. Das Tempo fehlte.

Ballack: Der Kapitän im 90. Spiel erfolglos um Regie bemüht. Suchte als Einziger den Steilpass. Entscheidende Ideen fehlten auch ihm.

Frings: Die Rückhol-Aktion ging daneben. Viele Fehler, unnötige Fouls, zu langes Ballhalten. So hat der Routinier keinen Platz mehr.

Trochowski: Fleißig, doch der gefährliche Zug zum Tor gelang nicht. Verzettelte sich immer wieder mit seinen Dribblings und Kurzpässen.

Klose: Wartete diesmal vergeblich auf persönlichen Befreiungsschlag. Kam in keine torgefährliche Aktion. Wie geplant ausgewechselt.

Gomez: Diskrepanz zwischen VfB und Auswahl bleibt: Konnte zu selten Bälle halten, nach seinen besten Aktionen (59., 67.) musste er raus.

Tasci: Kam für Mertesacker, wählte die Sicherheits-Varianten. Als Organisator des Spielaufbaus noch nicht reif genug.

Beck: Angekündigtes Debüt nach der Pause. Gleich Retter (56.), viel im Vorwärtsgang. Beim Gegentor fehlte er an entscheidender Stelle.

Helmes: Wie sein Vorgänger Klose fehlte dem Leverkusener die Torgefahr. Konnte sich nicht für einen Startplatz empfehlen.

Marin: Der Gladbacher versuchte, nach seiner Einwechslung (68.) ein, zwei Aktionen, aber ohne Wirkung. Die Robustheit fehlt deutlich.

Özil: Sein Debüt (78.) macht ihn zum deutschen Nationalspieler. Konnte in den letzten Minuten seine Fähigkeiten nicht mehr zeigen.

Kießling: Nach längerer Zeit wieder eine Chance. Dem verfahrenen deutschen Spiel aber vermochte er keine Wende mehr zu geben.

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