DFB-Präsident Zwanziger bleibt im Amt

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Theo Zwanziger, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat seine Ankündigung zurückgenommen, im Falle einer Niederlage im Rechtsstreit gegen den freien Journalisten Jens Weinreich von seinem Amt zurückzutreten.

„Das Gefühl der Ohnmacht, mit solchen neuen kommunikativen Mitteln nicht fertig zu werden, hat sich mittlerweile gelegt. Das verändert meine Zukunftsperspektive“, sagte Zwanziger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

In der DFB-Präsidiumssitzung seien die Voraussetzungen geschaffen worden, um sich im Internet künftig besser gegen ungerechtfertigte Angriffe wehren zu können. „Das ist der Schutz, den ich erwarte und der in erster Linie durch aktive und verbesserte Internet-Kommunikation gewährleistet werden muss und kann. Wenn dies geschieht, dann hat das Amt des DFB-Präsidenten weiter die Faszination, die es immer für mich hatte“, stellte Zwanziger fest.

Der DFB hatte Ende November angekündigt, Klage gegen den Journalisten einreichen zu wollen, der Zwanziger in einem Internet- Blog im Zusammenhang mit der zentralen Fernsehvermarktung als „unglaublichen Demagogen“ bezeichnet hatte. „Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Es wird ein Urteil geben. Ich werde meine persönliche Ehre nicht auf dem Altar des Amtes opfern“, hatte der DFB-Präsident seinerzeit gesagt. Sowohl das Berliner Landgericht als auch das Kammergericht hatten eine einstweilige Verfügung des DFB abgelehnt und die Aussage als zulässige Meinungsäußerung gewertet.

Ob es überhaupt zu einer Verhandlung im Hauptverfahren kommt, ist noch nicht entschieden. Es gebe den Entwurf einer Klageschrift, zu der noch eine Sachverständigen-Stellungnahme eingeholt werde. „Die Entscheidung, ob wir sie einreichen werden, ist noch nicht getroffen“, sagte Zwanziger.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen