DFB führt „Chaperon-System“ ein

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Deutsche Presse-Agentur

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird zur neuen Saison in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga das „Chaperon-System“ bei Doping-Kontrollen einführen.

Das gab DFB-Sprecher Harald Stenger vor der Sportgerichts-Verhandlung zur Dopingtest-Affäre um 1899 Hoffenheim in Frankfurt/Main bekannt. Der Vorsitzende der Anti-Doping-Kommission des DFB, Rainer Koch, habe dies in der Präsidiumssitzung am 13. März eingebracht. „In der nächsten oder übernächsten Sitzung wird es ein detailliertes Papier geben, das dann verabschiedet wird“, sagte Stenger.

Damit zieht der Dachverband die Konsequenzen aus dem Fall Hoffenheim: Die Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker waren in der Partie bei Borussia Mönchengladbach am 7. Februar (1:1) zehn Minuten zu spät zur Dopingkontrolle gekommen, weil der Dopingbeauftragte Peter Geigle nach eigenen Angaben vergessen hatte, die beiden Profis davon zu benachrichtigen. In anderen Verbänden gibt es bereits die „Chaperons“: Eine Unabhängige Person informiert die Sportler über die abzugebende Probe, begleitet sie bis in den Doping-Kontrollraum und soll damit garantieren, dass keine Manipulationen vorgenommen werden.

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