Deutsche Shorttracker starten auch bei Team-WM

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Deutsche Presse-Agentur

Ungewohnte Saisonverlängerung für die deutschen Shorttracker: Eine Woche nach den Weltmeisterschaften in Wien starten sowohl die deutschen Männer als auch die Frauen überraschend noch bei den Mannschafts-Weltmeisterschaften in Heerenveen.

Es ist das erste Mal in der 19-jährigen Geschichte der Mannschafts-WM, dass die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) mit zwei Mannschaften teilnimmt. 1998 in Bormio hatte es schon einmal einen Start der Damen gegeben (7. Platz), 2007 in Budapest waren die Herren am Start (6. Platz). In den anderen Jahren war keine deutsche Mannschaft qualifiziert oder hat ihr Startrecht aus Kostengründen nicht wahrgenommen.

Bundestrainer Éric Bédard, der als Aktiver mit Kanada selbst viermal Mannschafts-Weltmeister war, hat sich erfolgreich für den Start der Herren eingesetzt, nachdem sie sich im Weltcup als eine von acht Nationen für die Team-WM qualifiziert hatten. „Es geht nicht um eine Medaille, sondern um Wettkampfpraxis mit der Weltspitze in Vorbereitung auf Vancouver“, sagte Bédard. In Wien bekam die DESG dann noch die überraschende Offerte, in Heerenveen auch mit einer Damen-Mannschaft zu starten. Bulgarien hatte aufgrund der Verletzung der mehrmaligen Europameisterin Jewgenia Radanowa zurückgezogen.

Die Mannschafts-WM wird mittels Vierländerkämpfen entschieden, bei denen alle Mannschaften in jedem Rennen einen Teilnehmer stellen (bei 3000 Metern zwei). Ein solcher Länderkampf besteht aus je vier 500- und 1000-Meter-Läufen, einem 3000-Meter-Lauf und einem Staffelrennen, wobei es für Platzierungen jeweils Punkte gibt. Die je vier Teilnehmer des A-Finals (Platz 1 bis 4) und des B-Finals (Platz 5 bis 8) werden am Samstag in Vorrunden ermittelt.

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