Deutsche Rodler wollen starke WM-Generalprobe

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Deutsche Presse-Agentur

Weltmeisterschaft vor Augen, Fernziel Olympia im Sinn: Zwei Wochen vor dem WM-Saisonhöhepunkt in den USA hoffen die deutschen Rodel-Asse beim letzten Heim-Weltcup auf eine starke Generalprobe für die anstehenden großen Aufgaben in Übersee.

„In dieser Saison gibt es nur noch zwei wirklich wichtige Rennen für uns: Die WM in Lake Placid und das Weltcup-Finale auf der neuen Olympia-Bahn im kanadischen Whistler“, sagten die Olympiasieger Patric Leitner/Alexander Resch vor dem Wochenende in Altenberg im Blick nach vorne.

Nach dem „Selbstläufer“ von Oberhof, wo Bundestrainer Norbert Loch vor einer Woche mit dem Gewinn aller Podest-Ränge ein perfektes Wochenende feierte, soll beim letzten Rennen vor der WM in Lake Placid nachgelegt werden. „Altenberg ist eine sehr selektive Bahn. Da wird es uns die internationale Konkurrenz wieder sehr viel schwerer machen“, warnte Loch jedoch seine Schützlinge.

Bei den Männern, bei denen der zweimalige Weltmeister David Möller trotz seines Kreuzbandrisses im Knie den Gesamt-Weltcup im Blick hat, geht das Dauerduell mit dem Italiener Armin Zöggeler in eine neue Runde. Die beiden letzten Rennen in Altenberg konnte der zweimalige Olympiasieger aus Südtirol gewinnen, die jungen Deutschen um Möller und den nach seiner Schulterverletzung wiedererstarkten Weltmeister Felix Loch wollen den Altmeister aber erneut angreifen. Im Schatten der Top-Fahrer geht es im internen Duell zwischen Andi Langenhan und Johannes Ludwig um den vierten WM-Platz.

Angeführt von Seriensiegerin Tatjana Hüfner sind die ersten drei WM-Plätze auch bei den Frauen vergeben. Hinter Hüfner, Natalie Geisenberger und der Dauer-Dritten Anke Wischnewski hofft Corinna Martini auf das letzte freie WM-Ticket. Alles andere als ein Sieg der seit elf Jahren ungeschlagenen deutschen Frauen wäre eine Sensation, doch Bundestrainer Loch baut vor: „Man darf nicht vergessen: Es sind immer noch Menschen, die da auf dem Schlitten liegen.“

Ausgerechnet bei den in dieser Saison schwächelnden Doppelsitzern sind die drei WM-Startplätze vergeben. Nach ihrem starken Comeback mit Rang drei in Oberhof hegen die Weltmeister André Florschütz und Torsten Wustlich für Altenberg keine großen Hoffnungen. „Da verlieren wir mit meinen Hausfrauen-Ärmchen am Start zu viel“, scherzte Florschütz wegen des Trainingsrückstands nach seiner Bandscheiben- Operation. Für Leitner/Resch gilt es, nach der durchwachsenen Saison Selbstvertrauen für die WM zu tanken. „Auch wenn wir oft Bayern- Express genannt werden, waren wir in diesem Winter doch eher die Bimmelbahn vom Königssee.“

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