Deutsche Rodel-Asse holen Team-Gold bei WM

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Deutsche Presse-Agentur

Angeführt von Weltmeister Felix Loch haben die deutschen Rodel-Asse bei der Weltmeisterschaft in den USA den achten Team-Sieg in Serie perfekt gemacht.

Der 19-Jährige sowie Natalie Geisenberger und die Doppelsitzer André Florschütz/Torsten Wustlich ließen sich beim WM-Abschluss in Lake Placid nicht aus der Erfolgsspur bringen und fuhren in der Staffel einen ungefährdeten Sieg heraus. Hinter den Deutschen, die damit einmal mehr die erfolgreichste WM-Mannschaft stellten, kamen Österreich und Lettland auf die weiteren Medaillenränge.

Youngster Felix Loch hatte die deutschen Rodler am Vortag vor dem schwächsten Abschneiden seit mehr als 30 Jahren gerettet. Der Berchtesgadener verteidigte in der gefürchteten Eisrinne seinen Titel souverän und verhinderte damit den ersten deutschen WM-Auftritt ohne Sieg in den olympischen Disziplinen seit 1978. Für die größte Enttäuschung sorgten die deutschen Frauen, für die es nach elf WM-Siegen in Serie beim Coup von Lokalmatadorin Erin Hamlin eine bittere Niederlage gab.

„Das ist geil. Dieses Gold ist noch ein kleines Stück wertvoller“, meinte Loch nach seinem zweiten WM-Sieg. Mit großer Nervenstärke hatte das Riesentalent den Italiener Armin Zöggeler in die Schranken verwiesen - und Georg Hackl ins Schwärmen gebracht. „Das ist Wahnsinn, wie locker der Hund ist. Sein größtes Plus ist seine mentale Stärke“, schwärmte der dreimalige Olympiasieger.

„Das ist für mich die bitterste Niederlage meiner Karriere. Ich bin Grütze gefahren“, gestand die mit Platz sechs brutal entthronte Titelverteidigerin Tatjana Hüfner. Einzig Europameisterin Natalie Geisenberger konnte im deutschen Frauen-Team als Zweite überzeugen. Ihren vierten WM-Sieg nach 2001, 2005 und 2008 verpassten die Doppelsitzer André Florschütz/Torsten Wustlich als Zweite nur knapp.

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