Der neue VfB-Zuspieler mag keine Vergleiche

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Stellt künftig die Bälle beim VfB Friedrichshafen: der Tscheche Jakub Janouch.
Stellt künftig die Bälle beim VfB Friedrichshafen: der Tscheche Jakub Janouch. (Foto: Ondra Driml)
Schwäbische Zeitung

Der aktuelle Kader des VfB:

Zuspiel: Martin Krüger, Jakub Janouch

Außen-Annahme: David Sossenheimer, Athanasios Protopsaltis, Adrian Aciobanitei, Michal Petras

Mittelblock: Andreas Takvam, Philipp Collin, Jakob Günthör

Diagonal: Daniel Malescha, Bartlomiej Boladz

Libero: Markus Steuerwald

Jakub Janouch wird in der Saison 2018/19 beim VfB Friedrichshafen als Zuspieler die Fäden ziehen. Der 27-Jährige wurde mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet und spielte bisher für VK Dukla Liberec. Für Janouch ist Friedrichshafen die erste Volleyballstation im Ausland. Trotzdem war der tschechische Nationalspieler ganz oben auf der Wunschliste des VfB-Trainers Vital Heynen.

Es gibt einfachere Aufgaben im Leben eines Zuspielers, als in die Fußstapfen von Simon Tischer treten zu müssen. Das weiß auch Jakub Janouch ganz genau. Heynen sieht das als eine der ersten Aufgaben, die er mit Janouch bewältigen wird. „Er muss sich davon frei machen und Simon aus dem Gedächtnis streichen“, sagt Friedrichshafens Trainer. „Das wird am Anfang natürlich schwierig. Jakub hat aber genug Erfahrung. Und diese Erfahrung brauchen wir in der kommenden Saison.“ Nicht nur Tischer zog einst beim VfB die Fäden im Spiel, auch Janouchs Vorgänger in der tschechischen Nationalmannschaft, Lukas Tichacek, wurde am Bodensee von einem guten zu einem Weltklassezuspieler. „Ich mag diese Vergleiche gar nicht so gern“, sagt Janouch. „Lukas und ich sind zwar nur zehn Kilometer voneinander entfernt geboren. Aber er hat international schon so viel erreicht. Friedrichshafen ist meine erste Station im Ausland und da freue ich mich darauf.“

Dass Janouch aus Liberec ausgerechnet nach Friedrichshafen wechselt, war für ihn laut Pressemitteilung eine bewusste Entscheidung. „Ich wollte für mein erstes Jahr im Ausland einen großen Club“, erzählt er. „Und den habe ich mit Friedrichshafen auf jeden Fall gefunden.“ Seit geraumer Zeit ist er Zuspieler beim tschechischen Nationalteam, mit dem er im Moment in der „European League“ aufschlägt. „Ich beobachte ihn schon seit Jahren“, sagt Vital Heynen. „Für mich war es nur logisch, dass ich ihn jetzt in dieser Situation geholt habe. Er wird uns definitiv weiterhelfen.“

Titel will Janouch natürlich auch gewinnen. Dabei verfolgt er aber immer noch ein weiteres Ziel. „Ich möchte attraktiven Volleyball spielen, den die Zuschauer mögen“, meint Janouch. „Und ich werde alles daransetzen, dass wir das auch hinbekommen und alle unsere gesteckten Ziele erreichen.“ Ein paar weitere Punkte auf seiner persönlichen „bucket list“ kann der Tscheche übrigens jetzt schon abhaken. Ende Mai heiratete er seine Freundin Marketa und im August wird ihr erstes Kind zur Welt kommen. Beide werden ihn bei seinem Abenteuer in Friedrichshafen begleiten.

Der aktuelle Kader des VfB:

Zuspiel: Martin Krüger, Jakub Janouch

Außen-Annahme: David Sossenheimer, Athanasios Protopsaltis, Adrian Aciobanitei, Michal Petras

Mittelblock: Andreas Takvam, Philipp Collin, Jakob Günthör

Diagonal: Daniel Malescha, Bartlomiej Boladz

Libero: Markus Steuerwald

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