Der 6. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

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Florian Kohfeldt
Trainer Florian Kohfeldt feiert sein dreijähriges Jubiläum beim SV Werder Bremen. (Foto: Tom Weller / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird mit der Partie des FC Schalke 04 gegen den VfB Stuttgart eröffnet. Die restlichen Begegnungen im Überblick:

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Bremen ist seit vier Bundesliga-Spielen ungeschlagen (zwei Siege, zwei Unentschieden). Frankfurt muss nach dem 0:5 beim FC Bayern wieder in die Spur kommen.

STATISTIK: Saisonübergreifend hat Werder nur eines der vergangenen neun Auswärts-Pflichtspiele verloren - Ende der vorherigen Spielzeit in Mainz mit 1:3.

PERSONAL: Bei Bremen fallen Füllkrug, Selke, Augustinsson und Erras aus. Agu ist zudem in Quarantäne, der Einsatz von Osako fraglich. Die Eintracht muss auf Kostic und Ache verzichten.

BESONDERES: Kohfeldt hat am Freitag sein dreijähriges Dienstjubiläum als Chefcoach von Werder - sein Debüt gab er einst bei der 1:2-Niederlage in Frankfurt.

1. FC Köln - Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Schon eine Punkteteilung käme einer Sensation gleich. Der abstiegsbedrohte FC ist seit dem 6. März in der Bundesliga ohne Sieg. Und der Champions-League-Sieger aus München spielt derzeit in einer eigenen Liga.

STATISTIK: Aus den vergangenen zwölf Duellen beider Clubs holten die Kölner nur ein Pünktchen. Im Februar 2011 gewannen die Rheinländer zuletzt gegen die Bayern, die hingegen 17 der vergangenen 18 Bundesligaspiele gewannen.

PERSONAL: Beim FC fehlen Hector und Modeste weiterhin. Bei den Bayern ist Tolisso noch gesperrt und Davies verletzt.

BESONDERES: Der Druck auf FC-Coach Gisdol nimmt zu. Sportchef Heldt musste seinen Trainer in diesen Tagen bereits in Schutz nehmen.

FC Augsburg - 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Mainz steckt mit null Punkten als Letzter in der Krise. Der FCA ist nach einem famosen Saisonstart, zuletzt aber zwei Niederlagen, Tabellen-Elfter.

STATISTIK: Augsburg gewann von zuletzt neun Heimspielen nur jenes gegen Dortmund. Mainz ist in der Bundesliga erst einmal mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet, nämlich 2005/06 unter Klopp.

PERSONAL: Bis auf Stürmer Finnbogason sind alle FCA-Leistungsträger fit. Womöglich wechselt Coach Herrlich nach zwei Niederlagen durch. Auch die Mainzer haben keine Verletzungssorgen.

BESONDERES: Der Augsburger Stürmer Niederlechner wartet in der Saison noch auf den ersten Treffer. Auch im Frühjahr hatte er eine lange Tor-Durststrecke - diese endete im Juni just gegen Ex-Verein Mainz.

Arminia Bielefeld - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der Tabellen-Dritte BVB verspürt nach den Siegen über Schalke und St. Petersburg Rückenwind. Dagegen verlor die Armina zuletzt erstmals unter der Regie von Trainer Neuhaus drei Pflichtspiele in Serie.

STATISTIK: Der BVB stellt mit erst zwei Gegentreffern die beste Abwehr der Liga und spielte in vier der fünf bisherigen Partien zu Null. Die Arminia hat gegen keinen anderen Bundesligisten daheim häufiger gewonnen als gegen Dortmund (10 Mal).

PERSONAL: Beim BVB fehlen nur die Langzeitverletzten Schmelzer und Zagadou sowie Nationalspieler Can nach einem positiven Corona-Test. Bielefeld muss nur auf Angreifer Voglsammer verzichten.

BESONDERES: Gegen 17 der 18 aktuellen Bundesligaclubs hat BVB-Kapitän Reus schon getroffen - gegen Bielefeld noch nicht. Das könnte sich in seinem ersten Duell mit der Arminia im Oberhaus ändern.

Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Beide Teams erlitten in der Champions League Nackenschläge. Gladbach fing sich nach einem starken Spiel und 2:0-Führung gegen Real Madrid noch das 2:2. Leipzig ging mit 0:5 bei Manchester United unter.

STATISTIK: Daheim ist Gladbach gegen Leipzig noch punktlos. Überhaupt sind die Sachsen ein Angstgegner der Borussen. Leipzig verlor noch nie gegen die Gladbacher, die fünf der bislang acht Bundesligaduelle verloren.

PERSONAL: Bei der Borussia fehlt weiterhin Rekonvaleszent Zakaria. Bei den Gästen sind Mukiele und Adams angeschlagen. Zudem sind Klostermann und Laimer nicht dabei.

BESONDERES: Beide Trainer gelten als Kandidaten für noch höhere Aufgaben. Sowohl Rose (Gladbach) als auch Nagelsmann (Leipzig) wurden zuletzt als mögliche Nachfolger von Favre als Trainer von Borussia Dortmund gehandelt, sollte dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert werden.

SC Freiburg - Bayer 04 Leverkusen (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Für Europa-League-Teilnehmer Leverkusen ist es die zweite englische Woche nacheinander. In der Bundesliga hat sich das Bosz-Team mit zwei Siegen in Serie in die Spitzengruppe geschoben. Freiburg wartet seit vier Spielen auf einen Sieg.

STATISTIK: Leverkusen hat auswärts in dieser Saison bisher einmal gewonnen und zweimal unentschieden gespielt. Erstmals seit zehn Jahren hat der Club damit in den ersten drei Auswärtsspielen einer Saison noch nicht verloren.

PERSONAL: Im Europa-League-Spiel in Prag fielen neben Paulinho und Arias auch Schick, Aranguiz, Lars Bender und Palacios aus. Torhüter Flekken und Haberer sind die Langzeitverletzten des SC.

BESONDERES: Der Sport-Club traf zuletzt so gut wie nie gegen Leverkusen. In den vergangenen sechs Bundesliga-Duellen erzielten die Freiburger nur ein Tor. In dieser Saison ist die Offensive der Elf von Trainer Streich ohnehin eher eine Schwäche.

Hertha BSC - VfL Wolfsburg (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Hertha liegt mit drei Punkten aus den ersten fünf Spielen weit hinter den Erwartungen zurück und legte den schlechtesten Start seit elf Jahren hin. Wolfsburg ist hingegen in dieser Saison in der Bundesliga noch ungeschlagen.

STATISTIK: Von 42 Begegnungen in der Bundesliga gewann Hertha 17, Wolfsburg 14. Elf Begegnungen endeten mit einem Remis.

PERSONAL: Bei Hertha entspannt sich die Situation. Kapitän Boyata trainierte wieder mit. Klünter und Ascacíbar kehrten zumindest für individuelle Einheiten zurück. Beim VfL fällt Kapitän Guilavogui mit einem Muskelfaserriss aus.

BESONDERES: Als Trainer hatte der heutige Hertha-Coach Labbadia den VfL 2019 in die Europa League geführt. Seinen Vertrag verlängerte er wegen Differenzen mit Manager Schmadtke nicht. Erstmals geht es für den 54-Jährigen nun wieder gegen die Niedersachsen. Dabei wird es im Olympiastadion wegen der Corona-Krise keine Zuschauer geben.

TSG Hoffenheim - 1.FC Union Berlin (Montag, 20.30 Uhr)

SITUATION: Hoffenheim hat in den drei Spielen seit dem 4:1 gegen den FC Bayern nur einen Punkt geholt. Union steht zwar nur im Mittelfeld, ist aber besser gestartet als in der Vorsaison.

STATISTIK: Union blieb zuletzt erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte vier Spiele in Serie ungeschlagen. Allerdings vergaben die Eisernen zuletzt mögliche Siegen gegen Schalke und Freiburg.

PERSONAL: Offen ist, ob das Trio Kramaric/Adams/Kaderabek wieder aus der Quarantäne und fit genug ist. Die Abwehrspieler Hübner und Bicakcic fehlen weiter. Bei Union ist Torhüter Karius (Rückenprobleme) ebenso angeschlagen wie Mittelfeldspieler Prömel (muskuläre Probleme).

BESONDERES: Kramaric erzielte bislang sechs der neun Bundesliga-Saisontore der TSG.

© dpa-infocom, dpa:201029-99-134698/3

Ansetzungen 6. Bundesliga-Spieltag

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