Der 20. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

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Niko Kovac
Trainer Niko Kovac trifft mit dem FC Bayern auf Leverkusen. (Foto: Christophe Gateau / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga startet mit der Begegnung Hannover 96 gegen RB Leipzig. Die restlichen Partien im Überblick:

1899 Hoffenheim - Fortuna Düsseldorf (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Hoffenheim will mit dem zweiten Sieg am Stück seinen Europa-League-Platz sechs erfolgreich verteidigen, Düsseldorf ist nach dem 0:4 gegen Leipzig gefordert.

PERSONAL: Nagelsmann bieten sich derzeit beinahe alle Möglichkeiten des tiefen TSG-Kaders, bei der Fortuna könnte Jean Zimmer seine Rückkehr in die Startelf feiern.

STATISTIK: In der Saison 2012/2013 kämpften Hoffenheim und Düsseldorf gegeneinander um den Klassenerhalt. Die Kraichgauer schafften es als 16. über die Relegation, die Rheinländer stiegen ab.

BESONDERES: In Nagelsmann und Friedhelm Funkel treffen der jüngste und der älteste Trainer der Bundesliga aufeinander.

Bayer Leverkusen - FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Bayern sind mächtig im Aufwind. Der Tabellenzweite aus München gewann zuletzt sieben Spiele in Serie. Die Werkself schöpft nach dem Amtsantritt von Trainer Bosz zum Rückenrundenstart neuen Mut und überzeugte beim 3:0 in Wolfsburg.

PERSONAL: Die Münchner müssen auf Kapitän und Nationalkeeper Neuer verzichten, zudem drohen die Ausfälle der Routiniers Ribéry und Robben. Bei den Leverkusenern wird Lars Bender durch Weiser ersetzt.

STATISTIK: In der Bilanz bei den Partien zwischen beiden Teams in Leverkusen liegt der FC Bayern mit 16-10-13 nur knapp vorn.

BESONDERES: In Duellen mit Spitzenclubs gab es für die Leverkusener in dieser Saison nichts zu holen. Gegen die Top 6 der Tabelle gelang bei 5:19-Toren bisher kein Punktgewinn.

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Fünfter gegen Erster, das Duell in der Commerzbank-Arena wird zum absoluten Bundesliga-Spitzenspiel. Der BVB will sein Polster von sechs Punkten auf Verfolger Bayern wahren.

PERSONAL: Der Einsatz von Eintracht-Kapitän Abraham ist fraglich, bei Dortmund könnte Götze wieder als Sturmspitze agieren. SGE-Coach Hütter dürfte wieder seine drei Top-Stürmer von Beginn an bringen.

STATISTIK: In Frankfurt tut sich der BVB schwer, die vergangenen vier Gastspiele im Stadtwald brachten gerade mal einen Punkt ein.

BESONDERES: Leihgabe Sebastian Rode trifft mit der Eintracht auf den Verein, bei dem er eineinhalb Jahre kaum noch zum Zug kam.

Hertha BSC - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Mit je 28 Zählern kratzen der Siebte Hertha und der Achte Wolfsburg an den internationalen Startplätzen. Berlin hat in dieser Saison zu Hause erst einmal verloren, dafür vier Siege und vier Remis geholt.

PERSONAL: Bis auf den verletzten Niederländer Dilrosun, den angeschlagen vom Asien-Cup zurückgekehrten Australier Leckie und den Langzeitverletzten Luckassen stehen Hertha alle Profis zur Verfügung. VfL-Coach Labbadia muss wohl ohne die angeschlagenen Mehmedi und Guilavogui auskommen. Ginczek fehlt ohnehin noch länger.

STATISTIK: Die Wolfsburger haben in fremden Stadien mehr Punkte erspielt (16) als zu Hause (12). Schon fünf Auswärtssiege stehen für den VfL zu Buche, mehr haben nur Spitzenreiter Borussia Dortmund (6) und Meister Bayern (8) geschafft.

BESONDERES: Dardai hat seinem Personal bis zum Ende der Partie ein Bayern-Verbot auferlegt. Hertha tritt am Mittwoch im Pokal zu Hause gegen die Münchner an. „Wenn wir fokussiert bleiben, können wir gegen Wolfsburg drei Punkte holen. Dafür musst du hart arbeiten und darfst dich nicht mit Bayern München beschäftigen“, betonte der Trainer.

1. FC Nürnberg - Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Sechs Niederlagen am Stück, 13 Spiele sieglos - Nürnberg ist trostloses Schlusslicht. Bremen liegt auf Tuchfühlung zu den internationalen Startplätzen.

PERSONAL: Bei den Nürnbergern dürften Valentini, Margreitter und Löwen rechtzeitig fit werden. Werder kann in Bestbesetzung antreten, lediglich Bargfrede fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte.

STATISTIK: Werder hat nur eines der vergangenen sieben Bundesligaspiele gegen den „Club“ gewonnen.

BESONDERES: Bremens Sahin verlor noch kein Bundesligaspiel gegen die Franken (sieben Siege, drei Remis). Seit dem 26. November 2005, als er im Alter von 17 Jahren und 82 Tagen beim 2:1-Sieg des BVB beim 1. FC Nürnberg traf, ist er jüngster Bundesliga-Torschütze.

FC Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Mit sieben Punkten aus den letzten sieben Spielen haben sich die Schalker von der Abstiegszone ein bisschen abgesetzt. Auf der Suche nach neuem Personal sind Matondo (Manchester City) und Bruma (VfL Wolfsburg) verpflichtet worden. Der Tabellendritte Mönchengladbach ist mit zwei Siegen perfekt in die Rückrunde gestartet.

PERSONAL: Die Gastgeber haben große Personalsorgen und müssen Schöpf, Embolo, Skrzybski, Stambouli und Burgstaller ersetzen. Bei Gladbach fehlt Raffael, der zuletzt pausierende Hazard kehrt nach Wadenverletzung zurück.

STATISTIK: Von bislang 91 Bundesligaspielen zwischen beiden Teams gewannen die Gäste 37, Königsblau 27. In den letzten sechs Pflichtspielen gegen Schalke blieben die Gladbacher unbesiegt, der letzte Sieg auf Schalke liegt allerdings schon fast fünf Jahre zurück.

BESONDERES: Gladbachs Schlussmann Sommer ist mit neun Zu-Null-Spielen und erst 18 Gegentreffern in dieser Spielzeit einer der besten Torhüter und steht vor seinem 150. Bundesligaspiel.

FC Augsburg - FSV Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Am Ende einer überaus turbulenten Woche mit den Suspendierungen von Caiuby und Hinteregger will der FC Augsburg nach zehn Spielen endlich wieder siegen. Mainz ist seit vier Partien ungeschlagen.

PERSONAL: Die spannendste Personalie gibt es auf der Augsburger Bank. Dort nimmt Ex-Nationaltorhüter Lehmann als neuer Co-Trainer Platz. FSV-Coach Schwarz will trotz eines nicht vollständig auskurierten grippalen Infekts coachen.

STATISTIK: Seit dem Augsburger Aufstieg im Jahr 2011 bejubelte Mainz gegen keinen anderen Gegner mehr Liga-Siege als gegen den FCA (8).

BESONDERES: Die letzten beiden Heimspiele verloren die Augsburger gegen Düsseldorf und Wolfsburg jeweils durch ein Tor in der 89. Minute.

VfB Stuttgart - SC Freiburg (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Nach dem Fehlstart in die Rückrunde mit jeweils zwei Niederlagen brauchen im Südwest-Duell beide Clubs dringend Punkte: Freiburg, um nicht in den Abstiegskampf gezogen zu werden. Stuttgart, um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen.

PERSONAL: Beim VfB hofft Weltmeister Pavard nach einem Muskelbündelriss auf die Rückkehr in die Startelf. Routinier Aogo fällt verletzt aus, Baumgartl fehlt wohl weiter wegen Schwindels. Freiburg kann wieder auf Grifo zurückgreifen, der zuletzt gegen Hoffenheim wegen einer Vertragsklausel nicht spielen durfte.

STATISTIK: Freiburg ist gegen den VfB seit acht Bundesliga-Spielen ohne Sieg, unter Trainer Streich haben die Badener seit dessen Amtsantritt Ende 2011 noch nie bei den Schwaben gewonnen.

BESONDERES: Die Hoffnungen in der Offensive ruhen bei beiden Teams besonders auf Spielern, die im Januar bis Saisonende vom Landesrivalen 1899 Hoffenheim ausgeliehen wurden. Zuber (VfB) und Grifo (Freiburg) sollen jeweils für mehr Torgefahr sorgen.

Infos zum 20. Spieltag auf bundesliga.de

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