Dakar-Start von Volkswagen wahrscheinlich

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Deutsche Presse-Agentur

Ein Start von Volkswagen bei der berühmt-berüchtigten Rallye Dakar 2010 ist trotz der Krise auf dem Automarkt und des Ausstiegs von Hauptrivale Mitsubishi wahrscheinlich.

Der deutsche Autobauer hatte bei der Südamerika-Premiere des Klassikers im Januar einen Zweifach-Erfolg eingefahren. „Die erste Bewertung im Vorstand war äußerst positiv, sodass wir intensiv darüber nachdenken, das Engagement bei der Rallye Dakar 2010 weiterzuführen“, sagte der für den Motorsport zuständige VW-Technikvorstand Ulrich Hackenberg laut einer Mitteilung vom 5. Februar. Eine endgültige Entscheidung über die Teilnahme an der Dakar im kommenden Jahr werde in den kommenden Wochen fallen.

Bei dem diesjährigen Rallye-Spektakel in Argentinien und Chile hatten sich der Südafrikaner Giniel de Villiers und der Deutsche Dirk von Zitzewitz im VW Touareg den Sieg gesichert. Nachdem aber der japanische Autobauer Mitsubishi sein Rallye-Engagement wegen der Absatzkrise beendet hatte, waren auch Zweifel an einem neuerlichen Start von Volkswagen aufgekommen. Es gebe jedoch „sehr gute Voraussetzungen, die für eine Fortsetzung sprechen“, betonte VW-Motorsport-Sprecher Uwe Baldes. „Wir haben ein zuverlässiges, schnelles Auto und das gesamte notwendige Equipment.“

Der erste Triumph mit einem Diesel-Fahrzeug bei der „Dakar“ habe dem Unternehmen ein überaus positives Echo eingebracht, hieß es. „Mit dem sportlichen Ergebnis sowie der weltweit überaus großen und positiven Resonanz sind wir sehr zufrieden“, sagte Hackenberg.

In den vergangenen Wochen hatten mehrere Hersteller ihr Engagement im Motorsport eingestellt oder zumindest deutlich gekürzt. So verließ Honda überraschend die Formel 1. Subaru und Suzuki zogen sich aus der Rallye-WM zurück. Motorrad-Hersteller Kawasaki engagiert sich nicht mehr bei der MotoGP. Alle Hersteller kommen aus Japan.

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