Countdown für Frauen-WM läuft

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Deutsche Presse-Agentur

863 Tage vor Beginn der Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland am 26. Juni 2011 in Berlin hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen Countdown gestartet.

„Die größte Herausforderung wird es sein, die Stadien zu füllen“, sagte Steffi Jones, die Präsidentin des Organisationskomitees, bei der Auftaktveranstaltung der Städtetour in der neuen Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach stellte den Badenern in Aussicht, die Partie um Platz drei ausrichten zu dürfen. Der Spielplan wird im März bekanntgegeben.

Die eine Million Eintrittskarten für die neun Spielorte Augsburg, Bochum, Berlin, Dresden, Frankfurt/Main, Mönchengladbach, Leverkusen, Sinsheim und Wolfsburg gehen vom Herbst, wahrscheinlich vom 1. Oktober an, in den Verkauf. Vom 23. März bis 1. April steht die Venue-Tour des Weltverbandes an: Die FIFA inspiziert dabei die Stadien. Zudem steht noch die Präsentation des Maskottchens und des WM-Slogans aus.

„Wir wollen die Vorfreude wecken“, sagte Ex-Nationalspielerin Jones in Sinsheim. Dort hatten sich im VIP-Bereich des neuen Stadions zahlreiche Fußball-Prominente wie Niersbach, der frühere DFB- Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick, DFB-Trainer Hansi Flick und Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp versammelt. „Der Frauenfußball hat in den letzten Jahren enorm aufgeholt, es macht Spaß, da zuzuschauen“, lobte Flick, der Assistent von Männer-Bundestrainer Joachim Löw.

„Beim Frauenfußball hat man mehr Zeit, die Spielzüge zu genießen“, sagte Gastgeber Hopp vor 200 geladenen Gästen. „Wir wollen ja wie 2006 gute Gastgeber sein“, meinte Niersbach. „Deswegen müssen wir viele Multiplikatoren mitnehmen.“ In Sinsheim sind vier WM-Spiele vorgesehen. Die Eröffnungspartie findet in Berlin, das Finale in Frankfurt statt.

Für Jones geht derweil die Werbetour mit erhöhter Schlagzahl weiter. „Nach unserer Städtereise wissen wir, woran wir noch arbeiten müssen“, sagte die 36 Jahre alte Ex-Frankfurterin, die im vergangenen Jahr ein Riesenpensum unter anderem mit zwei Reisen nach Neuseeland absolvierte: „Auf dem Papier habe ich 26 Tage Urlaub. Ich hatte aber insgesamt nur 35 Tage frei“ - die Wochenenden mit eingezählt.

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