Chelsea und Ballack mit Selbstvertrauen nach Turin

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Deutsche Presse-Agentur

Michael Ballack und der FC Chelsea wollen beim entscheidenden Champions-League-Rückspiel gegen Juventus Turin mit breiter Brust im „Stadio Olimpico“ auflaufen.

„Wir gehen mit sehr viel Selbstvertrauen und Zuversicht in das Rückspiel. 1:0 ist zwar ein knappes Ergebnis, aber wir sind immer für ein Tor gut. Und dann müsste Juventus schon drei erzielen“, schrieb der DFB- Kapitän in seinem Internet-Blog beim Fußballnetzwerk footbo.com.

Auch der heimstarke FC Liverpool, der nach einem 1:0 im Hinspiel Real Madrid im heimischen Stadion an der Anfield Road empfängt, ist siegesgewiss, wenngleich die „Reds“ noch um den Einsatz ihres Torjägers Fernando Torres bangen. „Wir waren in den letzten Jahren fast immer im Halbfinale, zweimal im Finale“, rechnete Liverpools Brasilianer Fabio Aurelio im Boulevardblatt „The Sun“ vor und stichelte: „Wo war Madrid?“

Ballack, dem der Gewinn der europäischen Königsklasse bislang verwehrt blieb und der vergangenes Jahr im Finale an Manchester United scheiterte, verwies auf die stetig ansteigende Form der „Blues“. Seit sich Chelsea vor drei Wochen vom brasilianischen Weltmeistertrainer Luiz Felipe Scolari trennte und den Niederländer Guus Hiddink zum Interims-Coach berief, hat Chelsea jedes Spiel gewonnen. „Man merkt langsam, dass wir wieder zu unserer alten Stärke zurück finden“, so der DFB-Kapitän.

Juventus hat sich derweil auf starke Londoner eingestellt, gibt sich aber längst nicht geschlagen. „Chelsea ist Favorit“, sagte Trainer Claudio Ranieri, „aber ich bin Optimist. Das ist mein wichtigstes Spiel, seitdem ich bei Juve bin, und ich will gewinnen, um vor noch wichtigeren Spielen zu stehen.“ Aber Ballacks Elf hat das Weiterkommen schon eingeplant. „Wenn wir so weiter machen, werden wir hoffentlich noch die eine oder andere Champions-League-Runde überstehen“, sagte der deutsche Mittelfeldstar.

Liverpool hat außer Torres keine Verletzungssorgen, und dem heimstarken Champions-League-Gewinner von 2005, der auf seine Fans als „zwölften Mann“ zählen kann, ist nicht bange. „Wir sind es gewohnt, gegen Real zu spielen“, sagte Aurelio. Für die „Königlichen“, bei denen der deutsche Nationalverteidiger Christoph Metzelder kaum zur Startelf gehören dürfte, endete ausgerechnet vor dem Härtetest in Liverpool beim 1:1 gegen Athlético in der Primera División die Serie von zehn Siegen in Folge. Nun erwartet Real ein zähes Match. Liverpools Trainer Rafael Benitez werde wohl wieder „Rasenschach“ spielen lassen, so Abwehrchef Fabio Cannavaro. „Wir werden sehr viel Geduld haben müssen. Irgendwann werden wir ein Tor schießen“, sagte der italienische Weltmeister und versprach: „Wenn wir in Liverpool gewinnen, lasse ich mir die Haare wachsen.“

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