BVB dank Haaland zurück im Rennen um die Königsklasse

Borussia Dortmund - Werder Bremen
Dortmunds Spieler feiern das Tor zum 3:1 durch Stürmer-Star Erling Haaland. (Foto: Friedemann Vogel / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Mit einem zufriedenen Lächeln machte sich Erling Haaland auf den Weg in die Kabine. Der Doppelpack zum 4:1 (3:1) über Werder Bremen vertrieb den Frust des Dortmunder Angreifers über seine wochenlange Erfolglosigkeit.

Die Saisontreffer 22 und 23 trugen dazu bei, dass der Revierclub wieder auf die Champions-League-Qualifikation hoffen kann. „Wir waren nach gestern noch ein bisschen heißer und haben eine zweite Chance bekommen. Es ist alles offen“, kommentierte Kapitän Marco Reus sichtlich erleichtert.

Anders als zuletzt nutzte der BVB die Gunst der Stunde, die nach den Niederlagen der Mitkonkurrenten aus Frankfurt und Wolfsburg am Tag zuvor entstanden war. Dank der Treffer von Haaland (34. Foulelfmeter/38.), Giovanni Reyna (19.) und Mats Hummels (87.) schrumpfte der Rückstand auf Rang vier auf vier Punkte. „Ich glaube, dass wir in den letzten Wochen eine gute Reaktion gezeigt haben, aber wir dürfen jetzt nicht mehr Federn lassen“, sagte Reus bei Sky voller Hoffnung auf eine Fortsetzung des positiven Trends.

Nur vier Tage nach dem kräftezehrenden Viertelfinal-Knockout in der Champions League gegen Manchester City bot der BVB zumindest in der ersten Halbzeit erneut eine kämpferisch ansprechende Leistung und ließ sich selbst durch den frühen Rückstand von Milot Rashica (14. Minute) nicht aus dem Konzept bringen. „Wir sind ruhig geblieben und haben unsere Angriffe geduldig zu Ende gespielt. Das hat sich ausgezahlt und gibt der Mannschaft wieder Hoffnung“, sagte Abwehrspieler Manuel Akanji.

Zur Freude von BVB-Trainer Edin Terzic meldete sich Haaland nach zuvor vier Partien für den BVB ohne Torerfolg eindrucksvoll zurück. Ohne einen Hauch von Selbstzweifel verwandelte er den nach einem Foul von Kevin Möhwald an Marco Reus verhängten Elfmeter sicher und war nur vier Minute später per Abstauber erneut zur Stelle. Terzic nahm Haaland gegen Kritik in Schutz: „Alle fangen an zu zählen, wie lange er nicht getroffen hat.“ Das hat nun ein Ende. „Im Vergleich zu den Spielen davor, haben wir ihn viel häufiger ins Spiel gebracht und er hat sich mit zwei Toren belohnt“, lobte Terzic.

Schon am Mittwoch im Heimspiel gegen Union Berlin will die Borussia den nächsten Versuch starten, den Abstand zu den Champions-League-Plätzen zu verringern. „Die Ergebnisse von Samstag haben den Glauben noch einmal ein bisschen erhöht. Wir nehmen nicht den Fuß vom Gaspedal, sondern wir wollen noch härter drauf treten“, versprach Terzic.

Ähnlich kämpferisch gehen die Bremer den nächsten Mittwoch mit dem Schlüsselspiel gegen den FSV Mainz an. Nach der fünften Niederlage in Serie, mit der der Vereins-Negativrekord eingestellt wurde, liegt der Relegationsplatz nur vier Zähler entfernt. Trainer Florian Kohfeldt ist trotz der deutlichen Niederlage in Dortmund weiter guter Dinge: „Ich erwarte, dass wir gegen Mainz keine Ausreden suchen. Wir sind immer noch in einer guten Ausgangslage, aber Mittwoch zählt es. Da kenne ich meine Mannschaft aber gut und weiß, dass sie die Mentalität dafür hat.“

Fast 30 Minuten lieferten sich die Gäste mit dem Favoriten aus Dortmund ein Duell auf Augenhöhe und schienen auf gutem Weg, Punkte im Abstiegskampf gut zu machen. „Bis zum 1:1 war es ein gutes Spiel von uns. Aber bis zur Halbzeit haben wir den Kopf verloren - das geht so nicht. Das hat uns das Spiel gekostet“, klagte Kohfeldt.

© dpa-infocom, dpa:210418-99-254218/8

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