Bundestrainerin Voss-Tecklenburg testet WM-Formation

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Martina Voss-Tecklenburg
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bestreitet die WM-Generalprobe mit ihrem Team gegen Chile. (Foto: Sven Hoppe / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Ulli Brünger

Die Zeit der Experimente ist vorbei. Bei der Generalprobe gegen Chile soll die deutsche WM-Startelf ihr Können beweisen und ein Signal an die internationale Konkurrenz setzen.

Acht Tage vor dem Start der Fußball-WM der Frauen in Frankreich vom 7. Juni bis 7. Juli erwartet Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Donnerstag (17.45 Uhr/ARD) in Regensburg gegen den WM-Debütanten aus Südamerika eine Demonstration der Stärke. „Wir wollen unser Spiel durchziehen. Das letzte Spiel vor einer WM ist immer auch ein Signal.“

Die mutmaßlichen Titelkonkurrenten aus den USA, WM-Gastgeber Gastgeber Frankreich, England, Spanien oder Schweden - sie alle sollen aus der Ferne einen Eindruck von der Form und Klasse der DFB-Auswahl bekommen, die am 8. Juni in Rennes gegen China in ihre „Tour de France“ startet. „Wir werden mit der eventuellen WM-Startelf auflaufen.“

Voss-Tecklenburg will, dass ihre 23 Spielerinnen, die im fünftägigen Trainingslager in Grassau im Chiemgau den letzten WM-Schliff erhielten, mit eine Gefühl der Stärke, mit Vorfreude und Leidenschaft am 3. Juni nach Frankreich aufbrechen. Ein deutlicher Sieg gegen Chile und das Publikum in Regensburg sollen das WM-Feuer endgültig entfachen. Der Vorverkauf für die Partie in der gut 15.000 Zuschauer fassenden Continental-Arena lief gut. Erstmals seit langem könnte wieder eine fünfstellige Fan-Gemeinde die weibliche DFB-Auswahl auf deutschem Boden anfeuern.

Der Funke soll überspringen. Vom deutschen Team um Spielführerin Alexandra Popp auf das Publikum - und umgekehrt. „Alle Tribünen werden geöffnet, Stehplätze verkauft. Wir erwarten eine stimmungsvolle Atmosphäre“, sagte die 51-Jährige, die mit ihrem Enthusiasmus großen Optimismus verbreitet und mit ihrer guten Laune alle ansteckt. „Wir wollen mitreißen, und es wäre toll, wenn die Fans auch mitreißend sind.“

Mit psychologischen Tricks und Teambuildingmaßnahmen, über die sie keine Details verrät, ist es der Duisburgerin in den zurückliegenden Monaten gelungen, ihre WM-Auserwählten und die auf Abruf stehenden Spielerinnen zu einer Einheit zu formen. Alle spüren die „positive Energie“, betonte Voss-Tecklenburg. „Zeit zu glänzen. Auf nach Frankreich!“ lautet das Motto auf einem Banner, das die Auswahl am Dienstag vor dem Training in Grassau stolz präsentierte.

Die Chileninnen sind ein weitgehend unbeschriebenes Blatt im Frauenfußball. Neben Argentinien und Brasilien ist das Team von Trainer José Letelier der dritte Südamerika-Vertreter bei der WM. „Wir wissen viel über Chile“, versicherte die Bundestrainerin. „Es ist eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Teilweise haben sie richtig gute Technikerinnen. Was ein bisschen fehlt, ist die Körperlichkeit. Und sie haben nicht ganz so viele Tore geschossen. Ich bin gespannt, wie der Leistungsunterschied ist.“

Laut DFB-Spielmacherin Dzsenifer Marozsan ist das letzte Spiel vor der WM „enorm wichtig. Dann wissen wir, wie weit wir sind“, sagte die 27 Jahre alte Edeltechnikerin. Spannend wird sein, ob die zuletzt von Schulterproblemen geplagte deutsche Nummer eins, Almuth Schult, in Regensburg im Tor steht. „Wenn sie spielen kann, spielt sie 90 Minuten. Sie braucht das“, sagte Voss-Tecklenburg. Und die gesamte Mannschaft braucht ein positives WM-Gefühl.

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