Bundesliga-Spickzettel zum 10. Spieltag: Augsburgs Aufsteigerkomplex

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 Augsburgs Kapitän Daniel Baier.
Augsburgs Kapitän Daniel Baier. (Foto: dpa)
Udo Muras

Gelingt dem SC Freiburg sein erster Sieg bei Bayern München überhaupt? Ein Fakt könnte den Südbadenern Hoffnung machen. Wolfsburg kann ein Punktejubiläum feiern. Der Spickzettel zum 10. Spieltag:

VfB Stuttgart – Eintr. Frankfurt: Das Spiel verspricht Tore: Beide trafen am häufigsten gegen den anderen, die Torquote des Duells beträgt 3,55. Das letzte 0:0 in Stuttgart gab es 1965. Der VfB gewann vier der letzten sechs Partien gegen Frankfurt, startete aber nie schlechter.

Bayern München – SC Freiburg: Nach 14 Heimsiegen in Serie gegen den SC jagt Bayern den eigenen Bundesligarekord für eine Paarung (15-mal gegen Wolfsburg). Überhaupt gewann Freiburg in München nie (0-2-16). Dafür wartet Bayern-Coach Kovac auf seinen ersten Sieg gegen den SC.

Schalke 04 – Hannover 96: Hannover kommt Schalke, das in vier Heimspielen erst ein Tor schoss, gerade recht. Denn bei 96 stand die Null seit 20 Auswärtsspielen nicht – und die letzten 17 blieben sie sieglos. Gästecoach Breitenreiter droht seine 50. Bundesliganiederlage.

Bayer Leverkusen - Hoffenheim: Nach zwei furiosen Auswärtserfolgen, inklusive Pokal, will Bayer nun die Heimschwäche (1-1-2) ablegen. Gegen die TSG ist die Siegquote am höchsten (70 Prozent). Die TSG hofft auf den dritten Auswärtssieg in Serie, es wäre Vereinsrekord.

FC Augsburg – 1. FC Nürnberg: Vorsicht, Aufsteiger! Die letzten sieben Liganeulinge verloren in Augsburg nicht, Nürnberg will die Liste verlängern. Zumal der „Club“ in der Bundesliga nie beim FCA verlor (2-1-0). Der Torschnitt des Duells ist historisch tief: 1,0!

VfL Wolfsburg – Bor. Dortmund: Jubiläumsstimmung beim VfL: mit dem nächsten Sieg hätte er genau 1000 Bundesligapunkte seit dem Aufstieg 1997 geholt. Nur dumm, dass die einzig ungeschlagene Elf zu Gast ist. Doch BVB-Trainer Favre konnte in Wolfsburg nie gewinnen (0-2-5).

Hertha BSC – RB Leipzig: Das Duell der Remiskönige der Saison (je vier) verbucht eine unglaubliche Torquote (6,5) in Berlin. Dank RB, das dort zwei Schützenfeste feierte (6:2 und 4:1). Leipzig ist drei Ligaspiele ohne Gegentor (Vereinsrekord), Hertha daheim ungeschlagen.

M’Gladbach – Fort. Düsseldorf: Trotz des Pokal-Debakels baut Borussia auf ihre Heimstärke – nach sieben Siegen in der Liga. Schlusslicht Fortuna droht die sechste Pleite in Folge und Einstellung des Vereinsrekords von 1991/92. Bei der Borussia ist sie 34 Jahre sieglos.

FSV Mainz 05 – Werder Bremen: Viel spricht für Werder, das drei seiner vier Auswärtsspiele 2018/19 gewann. Bei dieser Paarung beträgt der Anteil der Auswärtssiege 57 Prozent. In Mainz hat Werder eine Traumbilanz (8-2-2). Stört nur der Bremer Sonntagskomplex: drei Siege aus 17 Spielen!

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