Bundesliga-Sonntagspiele im dritten Programm

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Deutsche Presse-Agentur

Die ARD wird die Fußball-Fans von der kommenden Saison an mit einer Zusammenfassung der Bundesliga-Sonntagspiele in ihren Regionalprogrammen versorgen.

„Sie werden die Bundesliga am Sonntag im dritten Programm sehen“, sagte der Sportchef des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Steffen Simon, bei einer Diskussionsrunde beim „SpoBiS“-Kongress im Rahmen der Sportartikel-Messe Ispo in München.

Über Sendezeiten, Umfang und eine Beteiligung aller dritten Programme machte Simon keine konkreten Angaben. Es mache zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn, über „ungelegte Eier“ zu reden. Derzeit werde ARD-intern über die Bundesliga-Berichterstattung von den Sonntagspielen beraten. In der Regel sind es zwei, in wenigen Ausnahmefällen auch drei. Kurzberichte von den Partien wird es auch in den ARD-„Tagesthemen“ geben.

Die ARD ist am Sonntagabend vertraglich an ein Sendefenster zwischen 21.45 Uhr und 23.00 Uhr gebunden, wie der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Christian Seifert, bei der Podiumsdiskussion verriet. Zudem gebe es eine „Mindestsendezeit“. Wenn die ARD diese Bedingungen nicht erfüllen würde, fielen die Sende-Rechte an die DFL zurück, berichtete Seifert. Allerdings müsste die ARD in diesem Fall trotzdem voll für ihre Rechte zahlen, ergänzte Simon.

Die ARD rechnet überdies damit, dass die Zuschauerzahlen der „Sportschau“ am Samstag von der kommenden Spielzeit unter der zeitgleichen Live-Übertragung einer Bundesliga-Partie beim Bezahlsender Premiere leiden könnten. „Dass die Quoten ein Stück zurückgehen werden, ist klar“, sagte Simon. Rund 5,3 Millionen Zuschauer im Schnitt schauen nach Angaben des WDR-Sportchefs in dieser Saison bislang die „Sportschau“ am Samstagabend.

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