Brose Bamberg siegt und freut sich über Comeback

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Ricky Hickman
Ricky Hickman (M) erzielte bei seinem Comeback für Bamberg zwölf Punkte. (Foto: Nicolas Armer / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Brose Bamberg hat sportlich keinen Schaden aus den Querelen um die Trennung von Geschäftsführer Rolf Beyer genommen. Der neunmalige deutsche Basketball-Meister gewann souverän mit 93:77 (52:34) bei den Hakro Merlins Crailsheim.

Die Franken bleiben damit am Spitzenduo FC Bayern München und ALBA Berlin dran. Neben dem klaren Erfolg freuten sich die Bamberger über die Rückkehr eines lange verletzten Spielers: Ricky Hickman gab sein Pflichtspieldebüt in dieser Saison.

„Ich bin glücklich, wieder bei den Jungs zu sein“, sagte der 33 Jahre alte Aufbauspieler, der im Sommer am Fuß operiert worden war. Der Leistungsträger kam auf zwölf Punkte, fünf Teamkollegen punkteten ebenfalls zweistellig. Augustine Rubit und Stevan Jelovac glückte das mit je 14 Zählern am besten.

„Letztendlich war das Wichtigste, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte der lettische Trainer Ainars Bagatskis nach dem Erfolg beim Tabellenletzten. Seine Analyse der einzelnen Viertel fiel nicht immer zufriedenstellend aus. Der siebte Saisonsieg gibt den Franken Selbstvertrauen für das Champions-League-Spiel am Mittwoch bei Montakit Fuenlabrada. Dazu federt der Erfolg die Unruhe ab, die durch die Trennung von Geschäftsführer Beyer entstanden ist.

Der ehemalige Serienmeister hatte sich Ende November wegen „finanzieller Unregelmäßigkeiten“ von dem Alleingeschäftsführer getrennt. Nur die zusätzliche Finanzhilfe von Hauptsponsor Brose und Aufsichtsratschef Michael Stoschek habe die Bamberger Basketball GmbH vor einer Insolvenz bewahrt, hieß es. Die Staatsanwaltschaft leitete vom Amts wegen ein Ermittlungsverfahren ein.

Die Basketballer des FC Bayern, die im vergangenen Jahr die Bamberger entthronten, erledigten die Pflichtaufgabe bei Science City Jena am Sonntag ohne Probleme. Der ungeschlagene Tabellenführer gewann in Thüringen deutlich mit 82:66. 32 Punkte von Rickey Paulding sorgten für das 98:78 der EWE Baskets Oldenburg bei den Telekom Baskets Bonn. Die Niedersachsen sind punktgleich mit Bamberg auf Platz drei.

Die Erfolge der Spitzenteams war erwartet worden, RASTA Vechta bleibt dagegen das Überraschungs-Team der Saison. Der Aufsteiger gewann beim Tabellenfünften Gießen 46ers mit 84:83 (40:40) und steht nach dem 10. Spieltag mit sechs Siegen auf einem Playoff-Platz. Vechtas Josh Young traf 30 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Wurf. „Das ist der Wahnsinn! Gießen ist eine sehr starke Mannschaft“, sagte Flügelspieler Philipp Herkenhoff.

Zu einem glücklichen 95:92-Sieg gegen den Mitteldeutschen BC mühte sich medi Bayreuth. Nach dem guten Saisonstart geht es bei der BG Göttingen weiter abwärts. Das 74:86 (35:40) bei ratiopharm Ulm war bereits die fünfte Niederlage nacheinander.

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