Boy sagt Teilnahme beim Turn-Weltcup in Cottbus ab

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Deutsche Presse-Agentur

Lokalmatador Philipp Boy muss seinen Start beim Turn-Weltcup in seiner Heimatstadt Cottbus absagen.

Der Olympia-Vierte im Team-Wettbewerb von Peking zog sich im Trainingslager der Nationalmannschaft in Kienbaum eine schmerzhafte Verletzung am kleinen Finger der rechten Hand zu, wie der Deutsche Turnerbund (DTB) in Cottbus bestätigte. „Die Verletzung ist am Barren geschehen und wird nun physiotherapeutisch behandelt, sein Start in Cottbus ist aber leider nicht möglich“, sagte Chefcoach Andreas Hirsch. Boys Einsatz bei den Europameisterschaften in Mailand (2. bis 5. April) ist laut Hirsch derzeit jedoch nicht gefährdet.

Boys Platz übernimmt sein Vereinsgefährte Robert Juckel. Der 27- Jährige hatte nach den Olympischen Spielen in Peking eigentlich seinen Rücktritt von der internationalen Bühne erklärt. Nach seiner Vorstellung beim National Team Cup in Heidelberg gilt er aber als ernstzunehmender Kandidat für einen Finalstart am Seitpferd. „Er hat sein internationales Potenzial nachgewiesen. Insofern belebt er die Konkurrenz und verdient die Nominierung für den Weltcup“, so Hirsch.

Neben Juckel stehen Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen (Wetzlar), Marcel Nguyen (Unterhaching), Thomas Taranu (Straubenhardt), Robert Weber (Ehmen) und Matthias Fahrig (Halle) im deutschen Aufgebot. Die derzeit von einer Verletzungsmisere geplagten deutschen Turnerinnen werden in Cottbus mit Olympia-Starterin Anja Brinker (Herkenrath) und der Tübingerin Kim Bui dabei sein. Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt hat aber noch weitere Weltcup-Ausfälle beklagen. Der Internationale Turnverband FIG verweigerte den Turnern aus Rumänien, Lettland und Tschechien wegen Meldefrist-Überschreitungen die Start-Genehmigung, den Jordaniern fehlte für die Einreise der richtige Stempel im Pass.

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