Bolt flitzt 9,93 Sekunden - Heidler verpasst Sieg

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Deutsche Presse-Agentur

Der schnellste Mann der Welt lässt auch im WM- Jahr keinen Zweifel daran, dass er der Konkurrenz davonlaufen will.

Fünf Monate vor den Leichtathletik-Welttitelkämpfen in Berlin kam der dreimalige Sprint-Olympiasieger Usain Bolt bei seinem Saisondebüt in Spanish Town/Jamaika über 100 Meter in 9,93 Sekunden ins Ziel. Allerdings wurde die Zeit irregulär von 2,3 Metern pro Sekunde Rückenwind begünstigt. „Mit der Zeit bin ich zufrieden, aber nun muss ich mal mit dem Schnelligkeitstraining beginnen“, sagte der 22 Jahre alte Weltrekordler über 100 (9,69 Sekunden) und 200 Meter (19,30). Mithalten konnte zumindest bei seinem Einstand Daniel Bailey (Antigua und Barbuda), der zeitgleich ins Ziel kam.

Im vergangenen Jahr hatte „Blitz-Bolt“ beim gleichen Meeting über 100 Meter 10,03 Sekunden vorgelegt. „Ich muss noch an meinem Start arbeiten“, sagte der Ausnahme-Athlet, der seit dem Golden-League-Finale am 5. September in Brüssel nicht mehr die 100 Meter gelaufen war. „Im Moment bin ich aber froh, das Rennen ohne Verletzung überstanden zu haben.“ Begonnen hatte Bolt die Saison mit zwei 400- Meter-Rennen in seiner Heimat und einer Bestzeit von 45,54 Sekunden.

Zu schnell ist der Äthiopier Haile Gebrselassie seinen Weltrekordversuch über die Halbmarathon-Distanz in Den Haag angegangen. Am Ende der 21,1 Kilometer wurde er noch vom Kenianer Sammy Kirop, der in 59:47 Minuten die Ziellinie passierte, im Spurt auf Platz zwei (59:50) verwiesen. „Ich konnte mit dem Tempo im Endspurt nicht mithalten“, sagte Gebrselassie. „Ich musste von Anfang an vor allem mit dem kalten Wetter kämpfen. Das war nicht perfekt für mich.“ Vom Halbmarathon-Weltrekord von Samuel Wanjiru (Kenia/58:33 Minuten) waren beide Läufer weit entfernt.

Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler hat wie 2008 den Sieg beim Winterwurf-Europacup in Los Realejos/Teneriffa verpasst. Mit 73,45 Metern musste sich die Frankfurterin nur der polnischen Olympia-Sechsten Anita Wlodarczyk geschlagen geben, die 75,05 Meter warf. Dafür gewann der Leipziger Tino Häber den Speerwurf auf der kanarischen Insel: Mit 77,78 Metern setzte er sich gegen den Esten Mihkel Kukk (76,60) durch. Die WM-Norm liegt bei 81,00 Meter.

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