Boll hat 9. Titel im Visier - Aus für Roßkopf/Fetzner

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Deutsche Presse-Agentur

Tischtennis-Star Timo Boll (Düsseldorf) hat seinen neunten Meistertitel fest im Visier. Bei den 77. deutschen Meisterschaften in Bielefeld spazierte der Europameister mit drei Siegen locker ins Halbfinale.

Dort trifft der Linkshänder auf Bastian Steger (Frickenhausen). Den zweiten Finalisten ermitteln die Düsseldorfer Clubkollegen Christian Süß und Dimitrj Ovtcharov. Boll kann mit einem Turniersieg zu den Rekordmeistern Eberhard Schöler und Conny Freundorfer aufschließen.

Das Comeback der Ex-Weltmeister Jörg Roßkopf/Steffen Fetzner begann mit einem 3:2-Sieg und endete mit 0:4 im Viertelfinale gegen Jörg Schlichter/Alexander Flemming (Saarbrücken). „Rossi“ und „Speedy“, die sich 20 Jahre nach ihrem WM-Sensationssieg 1989 in Dortmund noch einmal an den Tisch stellten, genossen aber das Bad in der Menge der 2600 Fans. „Es hat Spaß gemacht und es war ein Erlebnis. Die Zeit geht aber nicht spurlos an einem vorüber“, sagte der 40 Jahre alte Fetzner. „Das waren die letzten Meisterschaften für mich. Ich habe hier nichts mehr zu suchen“, ergänzte der ein Jahr jüngere Roßkopf.

„Der Auftakt war in Ordnung. Wichtig ist immer, gut ins Turnier zu kommen“, kommentierte Top-Favorit Boll seine Erfolge gegen die Außenseiter Björn Baum (Weinheim/4:1), Alexander Flemming (Saarbrücken/4:0) und Ruwen Filus (Gönnern/4:1). Der Weltranglisten-Vierte musste dabei nicht an seine Leistungsgrenze gehen. „Ich nehme trotzdem jeden Gegner ernst“, versicherte Boll.

Eine unliebsame Überraschung erlebte Titelverteidiger Torben Wosik im Herren-Einzel. Der 35 Jahre alte Linkshänder, der für Angers in Frankreich spielt, scheiterte in der ersten Runde mit 2:4-Sätzen am 16-jährigen Patrick Franziska (Elz). „Ich finde es respektlos, wenn man mich als Titelverteidiger nur an Nummer neun setzt, nur weil ich im Ausland spiele“, schimpfte der frühere EM-Zweite Wosik. Er gehört seit zwei Jahren nicht mehr zum Nationalteam.

Auch bei den Damen gibt es eine neue Meisterin. Titelverteidigerin Tanja Hain-Hofmann (Berlin) verlor im Viertelfinale. In der Vorschlussrunde kommt es zu den Partien Nadine Bollmeier - Irene Ivancan (beide Tostedt) und Kristin Silbereisen - Elke Schall (beide Busenbach).

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