Blum glänzt über 60 m - Scherbarth siegt mit Stab

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Deutsche Presse-Agentur

Mit glänzenden 6,56 Sekunden hat Christian Blum vom LAC Quelle Fürth München beim 23. Internationalen Hallen-Meeting der Leichtathleten in Stuttgart die 60 Meter gewonnen.

Der 21-Jährige war damit so schnell wie noch nie und steht zwei Wochen vor den nationalen Titelkämpfen in Leipzig im deutschen Sprint unangefochten an der Spitze. „Ich war heute richtig relaxed und hatte einfach Spaß am Laufen“, sagte Blum und nannte vor 7500 Fans sein selbstbewusstes Ziel für die Hallen-EM im März in Turin: „Da will ich ins Finale.“

Blum besiegte in der Schleyer-Halle Kendall Stevens (USA/6,57) und Simone Collio (Italien/6,60). Nur Sechster und Letzter nach einem schwachen Start wurde Lokalmatador Tobias Unger (Kornwestheim/Ludwigsburg). Er hatte allerdings im Vorlauf in 6,63 Sekunden erstmals die Norm für Turin (6,66 Sekunden) geknackt.

Bei dem 600 000 Euro teuren Sportfest zeigten die Stabhochspringer einen spannenden Wettkampf. Dabei stahl der Leverkusener Tobias Scherbath mit der Siegeshöhe und deutschen Jahresbestleistung von 5,76 Metern den Etablierten um Tim Lobinger die Show. Der Münchner kam als Fünfter nur auf 5,60 Meter. Zweiter wurde der Franzose Romain Mesnil vor Alexander Straub (LG Filstal/beide 5,70). Der WM-Dritte Danny Ecker aus Leverkusen überwand erstmals die für die Hallen- EM geforderten 5,70 Meter, obwohl er angeschlagen in den Wettkampf gegangen war: „Ich habe mir das Sprunggelenk gestaucht“, sagte er.

Bei den Frauen blieb die erhoffte Jagd auf den deutschen Rekord (4,70 Meter) aus: Carolin Hingst (Mainz), die diese Bestmarke vor zwei Jahren aufgestellt hatte, kam mit 4,60 Metern auf Rang zwei hinter der höhengleichen Brasilianerin Fabiana Murer. Als Dritte mit der gleichen Leistung hatte sich Anna Battke (Mainz) vergeblich an den 4,72 Metern versucht. Hingst ließ die Latte gar auf 4,77 Meter legen, scheiterte aber in drei Anläufen.

Über 60 Meter Hürden liefen sowohl der Olympia-Dritte David Oliver (Frankreich) in 7,45 Sekunden als auch bei den Frauen LoLo Jones (USA) in 7,93 Sekunden Weltjahresbestzeit. Auf den 3000 Metern scheiterte Meseret Defar beim Versuch, ihren Weltrekord von 8:23,72 Minuten, den sie vor zwei Jahren in Stuttgart gerannt war, weiter zu verbessern. Die Äthiopierin gewann aber souverän in 8:26,99 Minuten.

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