Biathlon-WM drohen Dopingfälle

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Deutsche Presse-Agentur

Noch vor WM-Beginn drohen dem Biathlon-Weltverband IBU mindestens zwei Dopingfälle. Die IBU bestätigte positive Dopingproben, die während des Weltcups Anfang Dezember im schwedischen Östersund genommen worden sein sollen.

„Aus rechtlichen Gründen können wir derzeit weder die Namen noch die betroffenen Landesverbände oder die Art des möglichen Verstoßes bekanntgeben“, erklärte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch.

IBU-Präsident Anders Besseberg aus Norwegen wollte die Zahl der positiven Proben nicht bestätigen. „Es ist mehr als eine. Eine genaue Zahl nenne ich nicht. Es könnte ja auch sein, dass von einem Athleten mehrere positive Tests vorliegen“, sagte er. Besseberg strebt an, dass die Fälle bis zum Beginn der Weltmeisterschaften abgeschlossen sind. „Versprechen kann ich es aber nicht, denn die Analyse jeder B-Probe dauert drei Arbeitstage“, betonte der Norweger.

Nach Meldungen der russischen Nachrichtenagentur Allsport soll es sich um Blutmanipulationen bei russischen Skijägern handeln. Laut Allsport geht es um zwei Frauen und einen Mann. Die betroffenen Athleten haben nun sieben Tage Zeit, um die Öffnung der B-Probe zu veranlassen oder die positiven Ergebnisse der A-Probe anzuerkennen.

Ihnen droht im Fall von Doping eine zweijährige Sperre, die Streichung aller seit Entnahme der Dopingprobe erzielten Resultate und die Rückgabe der Prämien. „Wir gehen davon aus, dass die betroffenen Athleten uns schnell ihre Entscheidung mitteilen, ob sie die B-Probe untersuchen lassen wollen oder nicht“, erklärte Resch zehn Tage vor dem WM-Start im südkoreanischen Pyeongchang am 13. Februar. Stehen die Ergebnisse fest, muss die IBU innerhalb von sieben Tagen die endgültige Entscheidung über das Strafmaß fällen.

In diesem Winter war der russische Biathlet Iwan Tscheresow am 8. Januar beim Weltcup in Oberhof zum zweiten Mal nach 2007 wegen eines zu hohen Hämoglobinwerts mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden. Eine Woche darauf durfte der 28-jährige zweimalige Staffel-Weltmeister aus Ischewsk nach einer erneuten Blutprobe in Ruhpolding wieder starten. Die Ergebnisse der nach der Sperre in Oberhof genommenen Doping-Probe liegen derzeit noch nicht vor.

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