Berti Vogts: Kaum Kandidaten für Umbruch in Nationalelf

Lesedauer: 2 Min
Berti Vogts
Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts sieht derzeit keine neuen Führungsspieler für das DFB-Team. (Foto: Patrick Seeger / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts sieht Coach Joachim Löw beim angestrebten personellen Neuaufbau der Nationalmannschaft in Not.

„Die bittere Wahrheit ist: Für einen großen Umbruch gibt es im Moment wenige geeignete Kandidaten“, schrieb Vogts in einer Kolumne für „t-online.de“. Zwar seien Jungstars wie die Leverkusener Julian Brandt und Kai Havertz sowie Serge Gnabry vom FC Bayern und Leroy Sané (Manchester City) sehr talentiert, könnten die DFB-Auswahl aber noch nicht führen.

Ansonsten habe sich in dieser Saison kein Spieler durch konstante Top-Leistungen einen Stammplatz im Nationalteam verdient, urteilte Vogts. „Zwischen den jungen Talenten und der Weltmeister-Generation klafft eine bedenkliche Lücke“, befand der 72-Jährige, der von 1990 bis 1998 Bundestrainer war.

Eine Reihe der aktuellen Stammkräfte in der Löw-Auswahl mache derzeit so weiter wie beim WM-Vorrunden-Aus in Russland, kritisierte Vogts. Er habe „den Eindruck, dass einige deutsche Führungsspieler satt sind. Dabei haben sie doch noch einige Jahre in ihrer Karriere vor sich. Das wäre sehr bedenklich“, schrieb der Ex-Weltmeister.

Die Nationalmannschaft startet am 24. März in Amsterdam gegen die Niederlande in der EM-Qualifikation ins neue Länderspieljahr.

Vogts-Kolumne bei t-online.de

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen