Berrer in Indian Wells ohne Chance gegen Nadal

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Deutsche Presse-Agentur

Für Thomas Haas hat sich die fast dreistündige Schwerstarbeit gegen Rainer Schüttler in Indian Wells gelohnt. Erwartungsgemäß nichts zu holen gab es hingegen für Michael Berrer.

Nach seinem 6:7 (4:7), 6:2, 6:4-Erfolg trifft der Hamburger in der dritten Runde des mit 4,5 Millionen Dollar dotierten ATP- Masters-Turnier auf Vorjahres-Champion Novak Djokovic aus Serbien. Ein ähnlich starker Gegner wartet auch auf Nicolas Kiefer. Der Hannoveraner spielt nach seinem souveränen 6:4, 6:2-Zweitrundensieg gegen den Amerikaner Bobby Reynolds nun gegen dessen Landsmann, Andy Roddick. Der Stuttgarter Berrer erhielt vom Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal in nur 68 Minuten bei der 2:6, 1:6-Niederlage eine Tennis- Lektion.

Während der Branchenprimus aus Spanien nach einem Match der Marke „bessere Trainingseinheit“ vergnügt Autogramme schrieb und freudig ins Publikum winkte, verließ Berrer grußlos den Center Court. Aus dem Traum, erstmals gegen Nadal zu spielen, wurde für ihn ein Alptraum. Der Nummer 112 der Weltrangliste gab fünfmal den Aufschlag ab und holte bei Nadals Service lediglich fünf Punkte. Der Spanier bestimmte mit seinem druckvollen und variablen Schlägen Tempo, Ballwechsel und Gegner fast nach Belieben. „Ich habe heute gut gespielt“, meinte der 22-Jährige. Sein Shirt und das knallblaue Stirnband wiesen kaum Schweiß-Spuren auf. „Es war perfekt und komfortabel für mich. Ich habe in beiden Sätzen sein erstes Service gebrochen. So etwas ist immer wichtig“, sagte Nadal.

Sechs Breaks schaffte Thomas Haas. Im „Aufeinandertreffen der abgenommenen Aufschlagspiele“ war der 30-Jährige gegen Deutschlands aktuelle Nummer eins, Rainer Schüttler, letztlich der etwas bessere von zwei lange Zeit gleichstarken Akteuren. Allein im dritten Satz gab es fünf Breaks. Dabei lag der an Nummer 29 gesetzte Schüttler zunächst vorn, führte mit 3:1. Die Entscheidung fiel, als Haas dem Korbacher dessen Service zur 5:4-Führung abnehmen konnte und anschließend seinen zweiten Matchball zum Prestige-Erfolg nutzte.

Zwar ist er gegen den serbischen Weltranglisten-Dritten, Djokovic, klarer Außenseiter. Doch in Indian Wells hat Haas schon öfter prominenten Profis die Hoffnung auf den Turniersieg zerstört. Im Vorjahr schaltete er unter anderem Andy Murray und Andy Roddick aus. Letzterer trifft jetzt auf Kiefer. Laut Statistik wird es eine klare Angelegenheit für den Weltranglisten-Siebenten aus Texas. Alle vier bisherigen Duelle gewann Roddick - alle vier wurden auf Hartplatz gespielt. Zweimal siegte Roddick dabei in der dritten Runde eines ATP-Masters-Turnieres. Doch Kiefer präsentierte sich in seinem Auftaktmatch gegen Bobby Reynolds in guter Verfassung, während Roddick bei seinem 6:1, 7:6-Erfolg gegen den Österreicher Daniel Koellerer im zweiten Satz große Probleme hatte. Für eine Überraschung sorgte Jeremy Chardy. Der Franzose besiegte Vorjahres-Finalist Mardy Fish aus den USA mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:1).

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