Berlin: Hoeneß kündigt Höchststrafe für Fan an

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Deutsche Presse-Agentur

Mit der höchstmöglichen Vereins-Strafe für Fans will Hertha BSC auf einen rassistischen Zwischenfall beim Testspiel des Berliner Fußball-Bundesligisten gegen Babelsberg 03 reagieren.

Beim 4:0-Sieg der Berliner auf einem Hertha-Trainingsplatz war der dunkelhäutige Babelsberg-Stürmer Babacar N'Diaye von Zuschauern beleidigt worden. Der gebürtige Senegalese war während des Spiels direkt auf den pöbelnden Fan zugegangen, die Hertha-Profis Arne Friedrich und Josip Simunic hatten N'Diaye unterstützt, Ordner hatten einige Chaoten des Geländes verwiesen. „Es geht um eine Person. Wir sind dabei, ihn zu identifizieren. Wir werden gegen ihn die Maximalsperre verhängen“, erklärte Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Die Maximalsperre ist drei Jahre Stadionverbot.

In einem öffentlichen Brief hat sich Hertha beim Regionalligisten Babelsberg für die Vorkommnisse entschuldigt. „Hertha BSC nimmt ein derartiges Verhalten nicht hin. Der Verein duldet dies in seinem Umfeld in keiner Weise ­ weder im Stadion, noch auf unserem Gelände oder im Umfeld. Seit vielen Jahren treten wir, unterstützt durch eine Vielzahl von Initiativen und Aktivitäten, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und für Toleranz und Integration ein“, hieß es in dem Brief. Es sei sei daher ein Anliegen, „uns seitens des gesamten Vereins Hertha, seiner Spieler und Fans in aller Form bei Ihrem Spieler Babacar NDiaye, aber auch bei Ihnen, Ihrem Verein und Ihren Fans, zu entschuldigen“.

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