Beide deutsche Sprintstaffeln verlieren den Stab

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Wechselfehler
Wechselfehler (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Daegu (dpa) - Pleite für die deutschen 4 x 100-Meter- Staffeln bei der Leichtathletik-WM in Daegu: Beide Teams verloren im Vorlauf den Stab und verpassten den Endlauf.

Die Frauen verpatzten gleich den ersten Wechsel von Yasmin Kwadwo (Wattenscheid) auf Anne Möllinger (Mannheim). Cathleen Tschirch (Leverkusen) und Ex-Weltmeisterin Marion Wagner (Mainz) kamen erst gar nicht mehr zum Einsatz.

„Anderer Läuferinnen standen komplett in meiner Bahn. Sie haben mich am Ellbogen berührt“, fluchte Kwadwo. „Ich bin komplett aus dem Tritt gekommen und musste nochmal neu anlaufen. Scheiße. Der Wechsel hätte an sich funktioniert.“ Mit der Weltjahresbestzeit von 41,94 Sekunden rannten die Amerikanerinnen ins Finale am Abend.

Bei den Männern war das US-Quartett in 37,79 Sekunden ebenfalls so schnell wie noch niemand in dieser Saison. Die deutsche Staffel kam nur bis zum dritten Wechsel zurecht: Tobias Unger, Marius Broening (München) und Sebastian Ernst (Wattenscheid) hatten ihren Abschnitt bewältigt, dann lief der Stuttgarter Alex Schaf auf der Zielgeraden zu schnell los. „Ich komme an und dann war der Alex unerreichbar für mich. Da hätte ich auch Usain Bolt sein können“, meinte Ernst. Schaf räumte ein: „Ich bin vielleicht ein bisschen zu schnell und ein bisschen zu früh losgelaufen.“

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