Behle reagiert auf Formkrise mit Juniorin Gössner

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Deutsche Presse-Agentur

Skilanglauf-Bundestrainer Jochen Behle hat auf die Formkrise seiner Langlauf-Frauen reagiert. Drei Tage vor der Eröffnung der nordischen Ski-Weltmeisterschaften im tschechischen Liberec nominierte er die Nachwuchsathletin Miriam Gössner nach.

Die 19-jährige Biathlon-Juniorenweltmeisterin soll im Sprint zum Einsatz kommen. Nach einem Test beim Alpencup in Zwiesel hatten sich Behle und sein Biathlon-Kollege Uwe Müssigang darauf verständigt, die laufstarke Biathlon-Juniorin für die Titelkämpfe der Langläuferinnen nachzunominieren. Behle zeigte sich von der jungen Biathletin beeindruckt: „Miriam hat nicht nur ein unglaubliches läuferisches Potenzial, sondern ist auch in ihrer ganzen Persönlichkeit sehr gefestigt. Keine Frage, sie bringt alles mit, was wir uns als Trainer - egal ob im Langlauf oder im Biathlon - von einer Athletin wünschen.“

Die Idee zur Nachnominierung von Miriam Gössner kam von DSV- Generalsekretär und Sportdirektor Thomas Pfüller: „Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in einem Jahr haben wir ganz einfach feststellen müssen, dass wir hinter der derzeitigen Weltcup- Mannschaft im Langlauf nur wenige Nachwuchsathletinnen haben, die kurzfristig in der Lage sind, die Tür zur Weltspitze aufzustoßen. Miriam ist ein absolutes Ausnahmetalent, das wir weiterhin behutsam aufbauen werden. Sie hat aber insbesondere bei der Junioren-WM in Canmore gezeigt, dass sie derzeit in einer überragenden läuferischen Verfassung ist“. Bei einem guten WM-Ergebnis schloss Pfüller einen Wechsel der laufstarken Biathletin ins Langlauflager nicht kategorisch aus.

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