Bayern ohne Toni und van Buyten, Bremen ohne Wiese

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Deutsche Presse-Agentur

Toni brach das Abschlusstraining des deutschen Fußball-Meisters in München ab und muss wie schon bei der Niederlage gegen den 1. FC Köln wegen Achillessehnen-Problemen eine Zwangspause einlegen. Ein grippaler Infekt zwingt zudem Verteidiger Daniel van Buyten zum Zuschauen, er reist nicht einmal mit an die Weser; und auch bei Lahm ist laut Internetseite des Vereins eine Grippe im Anmarsch.

Dagegen ist Massimo Oddo überraschend einsatzbereit. Gegner Werder muss im Duell der beiden im Europapokal überaus erfolgreichen Teams auf seinen Torhüter Tim Wiese (Oberschenkelverletzung) verzichten.

Nach den Befreiungsschlägen auf der europäischen Bühne wollen der Werder und Bayern auch auf nationalem Terrain in die Erfolgsspur. Nur ein Sieg in vier Liga-Spielen steht bei den Münchnern Bayern in der Rückrunde zugute, bei den nach dem Winter noch sieglosen Hanseaten sieht es noch trister aus - da kamen die Siege gegen Lissabon und das Remis in Mailand gerade recht. „Ich glaube, dass uns dieses Weiterkommen zusätzlich gestärkt hat“, sagte Werder-Coach Thomas Schaaf am Samstag in Bremen. „Nach so einer Partie schadet es nicht, Bayern als Gegner zu haben.“

Die Vorzeichen für eine tolle Partie seien gegeben, meinte Schaaf und Münchens Mittelfeldmann Franck Ribéry hofft auf Kabinettstückchen. „Die ganze Mannschaft hat den Spaß wiedergewonnen am Mittwoch“, sagte der französische Filigran-Fußballer und setzt trotz seines eigenen stetigen Offensivdrangs vor allem auf den Faktor Sicherheit. „Es ist sehr wichtig, kompakt zu sein und zusammenzustehen.“

In Lissabon gelang das den Münchnern - im Gegensatz zum Bundesliga-Hinspiel gegen Bremen. Mit 5:2 wurden die Bayern damals vorgeführt. „So ein Ergebnis lässt man natürlich nicht so gerne stehen“, warnte Schaaf vor einem besonders motivierten Rekordmeister. „Wir haben zwei Möglichkeiten: Das Ergebnis vom 2:5 an die Wand in der Kabine hängen oder die Tabelle“, meinte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann mit einer Portion Humor - dabei ist in der Liga schon lange Schluss mit lustig für sein Team.

Die beiden Liga-Größen brauchen dringend einen Dreier, damit sich der Rückenwind aus Europa sich nicht doch nur als laues Lüftchen erweist. „Der Sieg gegen Lissabon ist nur eine tolle Geschichte, wenn wir in Bremen nachlegen. Denn eine Niederlage in Bremen können wir uns eigentlich nicht leisten“, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Ähnlich klang Werders Klaus Allofs. „Wir sollten jetzt gefestigter sein und als Folge daraus konstanter spielen.“

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