Basketball-Bundesliga will 2020 in Europa top sein

Lesedauer: 3 Min
BBL
BBL (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Köln (dpa) - Die Basketball-Bundesliga (BBL) will 2020 „in Europa die stärkste Liga sein“. Das sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer bei einer Sponsoring-Veranstaltung in Köln.

Der Basketball-Manager will dieses Vorhaben mit einem Businessplan und einem klaren Leitbild der Sportart verwirklichen. In den Überlegungen spielt auch Erstliga-Aufsteiger Bayern München eine Rolle.

Die Bayern und die Würzburg Baskets haben laut Pommer eine große Zugkraft bei den Zuschauern. Insgesamt habe die BBL die Besucherzahl in den vergangenen fünf Jahren um 40 Prozent gesteigert. Der Umsatz der Liga stieg zuletzt um 2,5 Prozent auf 60,9 Millionen Euro. „Darauf können die Vereine sehr stolz sein“, fügte Pommer an.

Sorgen hat die Deutsche Eishockey Liga (DEL), die in einem Vergleich der fünf umsatzstärksten deutschen Profisportligen mit einem Minus von 9,4 Prozent (79,2 Millionen Euro) leben muss. Dennoch sei die Liga „auf einem soliden Kurs“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, der „keine dramatischen Veränderungen“ ausmachte.

Die Handball-Bundesliga (HBL) erhöhte ihren Umsatz im Vergleich zur vorherigen Spielzeit um 6,2 Prozent auf 84,4 Millionen Euro. HBL-Manager Frank Bohmann wies allerdings nachdrücklich darauf hin, dass die Clubs seiner Auffassung nach zu stark auf Einnahmen aus dem Sponsoring angwiesen seien. „Das ist eine gefährliche Abhängigkeit“, ergänzte Bohmann.

Wenig glücklich zeigte sich der HBL-Geschäftsführer mit der seiner Meinung nach zu starken Ausrichtung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten auf den Fußball. „Das ist nicht gerechtfertigt“, meinte Bohmann, der allerdings Terminschwierigkeiten bei der Spielplangestaltung der Handball-Eliteklasse und damit verbundenen Problemen der TV-Sender einräumte.

Dennoch machte sich Bohmann zum wiederholten Mal dafür stark, dass mehr Spiele der Handball-Bundesliga in ARD und ZDF ihren Übertragungsplatz bekommen. „Da geht schon noch mehr“, pflichtete Pommer für die Basketballer bei. Auch er forderte, dass die BBL im frei empfangbaren Fernsehen stärker als bislang vertreten sein müsse: „Wir möchten präsenter sein.“

Im Fokus des 7. „Sponsors Clubmanager Summits“ in Köln stand der gegenseitige Erfahrungsaustausch von Sport-Managern. Von Experten praxisnah lernen war das Ziel der Veranstaltung. So schilderte etwa Bernd Hofmann, Vorstandsvorsitzender des Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock, wie man auch mit mehreren Kleinsponsoren mehrere 100 000 Euro einspielen könne.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen