Armstrong als Helfer - Landis stürzt vor Comeback

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Deutsche Presse-Agentur

Nach seiner Doping-Sperre hat für Floyd Landis die Rückkehr in den Profi-Radsport denkbar schlecht begonnen. Der Amerikaner, dem der Tour-de-France-Sieg 2006 aberkannt worden war, stürzte bei der Vorbereitung auf die Kalifornien-Rundfahrt.

Landis kam nach Angaben der Veranstalter mit Hautabschürfungen davon und will wie geplant beim Prolog in der Staatshauptstadt Sacramento starten. Sein Tour-Sieg war dem 33-Jährigen nachträglich wegen Testosteron-Dopings aberkannt worden. Auch in einem Justiz-Marathon konnte Landis nicht eine zweijährige Sperre verhindern, die am 30. Januar ablief. Vor drei Jahren hatte er die Premiere der Kalifornien-Rundfahrt gewonnen, die am Sonntag kommender Woche bei San Diego endet.

Der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong will wie schon bei seinem Comeback in Australien auch diesmal wieder vor allem als Helfer agieren und für seinen Astana-Teamkollegen Levi Leipheimer fahren. Der ehemalige Gerolsteiner-Profi konnte die prominent besetzte Fernfahrt nach dem Auftakterfolg von Landis in den vergangenen beiden Jahren gewinnen. Für Armstrong ist es der erste Start in den USA nach seiner dreieinhalbjährigen Rennpause.

Der 37-Jährige hatte am Vortag bekanntgegeben, dass er die kurze Zusammenarbeit mit dem Anti-Doping-Experten Don Catlin beendet hat. Als Grund gab Armstrong erneut den großen Aufwand und die hohen Kosten an. „Es war ein schwieriges Programm, um es unter einen Hut zu bekommen. Wenn man seinen Plan mit meinem abgleicht, die vielen Reisen rund um die Welt - die Tester wären sozusagen übereinander gestolpert, um ins Zimmer zu kommen“, erklärte er. Der Plan hätte alle drei Tage eine Dopingprobe erfordert.

Der Texaner arbeitet nun mit dem Dänen Rasmus Damsgaard zusammen. Die Resultate von sieben Proben, die der Radsport-Weltverband UCI und Damsgaard durchgeführt hatten, veröffentlichte Armstrong am Donnerstag auf der Internet-Homepage seiner Stiftung „Livestrong“.

In Kalifornien ist auch der vorjährige Tour-de-France-Sieger Carlos Sastre dabei. Der Spanier fühlt sich nach einer Grippe jedoch nicht in Bestform und fürchtet: „Ich werde viel leiden.“

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