Arabi gegen Abschaffung der Relegation - „auf der Hut sein“

Sportchef
Ist gegen Abschaffung der Relegation: Samir Arabi, Sportchef von Arminia Bielefeld. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Sportchef Samir Arabi vom Bundesliga-16. Arminia Bielefeld hat sich gegen eine Abschaffung der Relegation in den Fußball-Profiligen ausgesprochen.

„Es kann ja auch sein, dass jemand mit dem Vorschlag kommt, dass der 16. direkt absteigt“, sagte Arabi schmunzelnd auf den Hinweis, dass die Arminia so größere Chancen auf den Klassenerhalt habe, und fügte hinzu: „Solange wir in der Lage sind, die Liga zu Ende zu spielen, sollten wir das Reglement beibehalten. Allerdings ist es dafür auch wichtig, dass die zweite Liga die fehlenden Spiele aufholt, damit wir alle zeitgleich enden.“ Zuletzt hatte Präsident Jürgen Machmeier vom Zweitligisten SV Sandhausen eine Abschaffung der Relegation öffentlich angeregt.

Arminia-Trainer Frank Kramer hofft darauf, neben den aktuellen Rivalen 1. FC Köln, Mainz 05 und Hertha BSC noch weitere Rivalen in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verwickeln zu können. „Dadurch, dass unten zuletzt fleißig gepunktet worden ist, kann der Kreis noch mal größer werden“, sagte der 48-Jährige: „Schauen wir mal, wenn wir mit reinziehen können.“

Ein von der DFL erwogenes Quarantäne-Trainingslager hält Arabi aber für denkbar. „Wenn sich die Situation weiter zuspitzt, bin ich dafür, dass wir diese Maßnahme ergreifen. Aktuell sehe ich den Zeitpunkt noch nicht gekommen“, sagte der 42-Jährige: „Aber wir müssen alle auf der Hut sein, denn die Fälle häufen sich.“

Die Arminia hatte vor einigen Tagen bei Sergio Cordova den ersten positiven Corona-Test zu beklagen, zudem ist auch Reinhold Yabo als Kontaktperson in Quarantäne. „Letzte Woche haben wir uns noch gefreut, dass wir noch nicht betroffen warne, und zack, hast du einen Fall“, sagte Arabi: „Die Jungs sind aber extremst diszipliniert, aber du kriegst es nicht verhindert.“

Die Arminia habe jedenfalls „die Zahl der PCR-Tests gegenüber der Forderung im DFL-Konzept noch mal erhöht, damit wir, wenn es jemand hat, schnell eingreifen können, bevor sich ein anderer in der Gruppe infiziert. Auch, weil es extreme sportliche Auswirkungen haben kann, wenn es dich trifft.“

Spielverschiebungen seien gerade im Auf- und Abstiegskämpf problematisch. „Wir haben letztes Jahr in der zweiten Liga gesehen, wie sehr das Dynamo Dresden belastete. Und wir alle sind gespannt, welche Auswirkungen es auf Holstein Kiel haben wird“, sagte Arabi: „Die Möglichkeiten, es nach hinten rauszuziehen, sind relativ eng. Und wenn du alle zwei Tage spielen musst, ist das nicht förderlich für den Wettbewerb.“

© dpa-infocom, dpa:210415-99-217996/2

Twitterkanal des Vereins mit Aussagen aus der PK

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