Almuth Schult traut sich Job als DFB-Chefin zu

Almuth Schult
Torhüterin Almuth Schult (l) steht während eines Interviews vor einer Kamera. (Foto: Sebastian Gollnow / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nationaltorhüterin Almuth Schult kann sich einen Posten in der Verbandsspitze des Deutschen Fußball-Bundes durchaus vorstellen.

Auf die Frage, ob sie sich „solch ein Amt zutrauen“ würde, antwortete die Keeperin des VfL Wolfsburg in einem Interview der „Bild am Sonntag“: „Ja, grundsätzlich schon. Ich habe mit meiner Beteiligung am Positionspapier der Initiative signalisiert, dass ich dazu beitragen möchte, dass der Fußball wieder nahbarer wird.“

Unmittelbar zuvor war die 30-Jährige in dem Interview gefragt worden, ob sie geeignete Kandidatinnen als DFB-Präsidentin sehe, wie etwa Nadine Keßler oder Katja Kraus. „Natürlich traue ich das beiden zu“, sagte Schult. „Aber ich würde die gesamte Entwicklung nicht von einem Posten abhängig machen. Wichtiger ist, ein Team an der DFB-Spitze aufzustellen, das funktioniert und divers ist.“

Initiative „Fußball kann mehr“

Katja Kraus (50) ist aktuell Geschäftsführerin einer Sportmarketingagentur und zählt neben Schult zu den neun Frauen, die mit der Initiative „Fußball kann mehr“ für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Darin fordern die Initiatorinnen „klare Regeln im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit im deutschen Fußball“. Dazu zählt unter anderem eine Quote für Fußballverbände von mindestens 30 Prozent Frauen in Führungspositionen. Die ehemalige Weltfußballerin Nadine Keßler (33) leitet bei der UEFA die Abteilung Frauenfußball.

Die noch beim VfL Wolfsburg aktive Almuth Schult bestreitet am heutigen Sonntag (16.00 Uhr/ARD) in Köln das DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt und weiß um die Bedeutung der Partie für den VfL. „Damit wir die Meisterschaft noch gewinnen können, müssten die Bayern patzen. Daher liegt auf dem Pokalfinale Druck, weil es der einzige Titel ist, dessen Gewinn wir selbst in der Hand haben. Das wäre für uns alle wichtig“, sagte die Zwillingsmutter der „BamS“.

In der Frauen-Bundesliga liegt der FC Bayern München vor dem letzten Spieltag am 6. Juni mit zwei Punkten Vorsprung auf die Wolfsburgerinnen auf Platz eins. Der VfL spielt dann gegen Werder Bremen, die Münchnerinnen empfangen den Pokalfinalisten Frankfurt.

Schult brachte vor einem Jahr einen Jungen und ein Mädchen zur Welt. Die Olympiasiegerin von 2016 und 64-fache Nationalspielerin ist nach der Verletzung von Katarzyna Kiedrzynek wieder die Nummer 1 beim niedersächsischen Bundesligisten.

© dpa-infocom, dpa:210529-99-791026/3

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