Alles bereit für Franz Reindls Einweihungsgeschenk

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Die Eismeister überdecken mit einer weißen Schicht die Sponsoren des ESV Kaufbeuren und bringen neue Werbeflächen auf.
Die Eismeister überdecken mit einer weißen Schicht die Sponsoren des ESV Kaufbeuren und bringen neue Werbeflächen auf. (Foto: Mathias Wild)
Sportredakteur

Die Eishockeystadt Kaufbeuren fiebert in diesen Tagen nicht nur auf die Heimspiele des ESVK in den DEL2-Play-offs hin, inmitten dieser heißen Phase dürfen sich die Fans zusätzlich auf ein Länderspiel freuen. Die Partie Deutschland gegen Slowakei am Donnerstag (19 Uhr) wird das erste in der neuen Arena sein. Für die Vorbereitung der Eisfläche war eine Nachtschicht notwendig.

Mittwoch, kurz nach 10 Uhr: Dominik Petzka und seine Mannschaft haben es fast geschafft. „In den letzten Zügen“ lägen die Vorbereitungen auf das anstehende Länderspiel, sagt Petzka. Müde wirkt er nicht, auch wenn er die Nacht durchgearbeitet hat. Petzka ist bei der Stadt Kaufbeuren angestellter Betriebsleiter der Eishockeyarena in Kaufbeuren und damit verantwortlich, dass zügig nach dem vierten Play-off-Halbfinale zwischen Kaufbeuren und den Ravensburg Towerstars am späten Dienstagabend mit den Umbauarbeiten begonnen wurde.

Denn einen Tag später sollte es hier so aussehen, wie es der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) für ein Länderspiel vorschreibt. Auch wenn das 0:3 des ESVK keinem Kaufbeurer schmecken konnte, war Petzka nicht allzu unglücklich. Denn ohne Verlängerung war klar, dass der Beginn der Nachtschicht sich nicht verzögert. Dabei dachte der Betriebsleiter natürlich an die Partie des ESVK gegen die Lausitzer Füchse im Play-off-Viertelfinale, die erst kurz vor Mitternacht beendet war. Solch ein Mammutmatch hätte den Zeitplan am Dienstag gehörig gestört.

Weil dem nicht so war, konnte Petzka seine sechs Mitarbeiter umfassende Mannschaft pünktlich beginnen lassen. 12 000 Liter Wasser wurden auf die bestehende Eisfläche gesprüht, versetzt mit Mischkalk, der die bestehende Werbung weiß überdeckte. Am Ende prangte inmitten des Eisfeldes der Hauptsponsor des DEB.

Dass dieses Länderspiel hier stattfindet, hat Kaufbeuren DEB-Präsident Franz Reindl zu verdanken. Dieser versprach im Herbst 2017 bei der Einweihung der neuen Eishalle, dass hier bald die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft auflaufen werde. Es war Reindls Geschenk, das er den Eishockeyfans mitbrachte. Da zu diesem Zeitpunkt die Saison 2018 bereits durchgeplant war, dauerte es bis 2019, ehe Kaufbeuren ein Länderspiel zugesprochen bekam.

Slowaken bleiben bis Samstag

Am Mittwochabend sollten die Slowaken laut Petzka eine Trainingseinheit auf dem frisch präparierten Eis absolvieren. Und auch nach dem Spiel bleibt der internationale Flair erhalten, weil die Gäste bis Samstag im Trainingslager bleiben, bevor es nach Garmisch weitergeht, wo das zweite Duell mit Deutschland (20 Uhr) ansteht.

Zu diesem Zeitpunkt wird die Eisfläche in Kaufbeuren schon längst wieder so aussehen, als wäre nichts gewesen. Schließlich könnte am Sonntag ein weiteres Play-off-Spiel des ESVK gegen Ravensburg anstehen. Dazu müssten die Kaufbeurer aber erst am Freitag in Oberschwaben gewinnen. Sollten sie das nicht schaffen, wird das Eis vollständig abgeschmolzen, sobald die Slowaken abgereist sind. Dann wäre eben frühzeitig Sommerpause.

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