ALBA tankt Selbstvertrauen für Euroleague

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Deutsche Presse-Agentur

Mit dem zweiten Auswärtssieg binnen vier Tagen haben ALBA Berlins Basketballer Selbstvertrauen für die Euroleague getankt und in der Bundesliga den Rückstand auf Spitzenreiter BG Göttingen auf zwei Punkte verkürzt.

„Dass wir zwei Auswärtsspiele mit größerer Bedeutung gewonnen haben, hilft uns für das schwierige Spiel in Tel Aviv“, sagte Sportdirektor Henning Harnisch nach dem 90:78 (48:32) bei Pokalsieger Artland Dragons. Der deutsche Meister geht am 29. Januar als krasser Außenseiter in die Partie beim einstigen Euroleague-Sieger in Israel.

„Wichtig ist jetzt, dass wir uns nach den Reisestrapazen einen Tag ausruhen können, um uns dann auf das erste wichtige Spiel in der Zwischenrunde zu konzentrieren“, meinte Harnisch. Maßgeblichen Anteil am souveränen Erfolg vor 3000 Besuchern in der ausverkauften Artland-Arena hatte Aufbauspieler Julius Jenkins, der mit 23 Punkten bester Berliner Werfer war. Der Amerikaner, der nach siebenwöchiger Verletzungspause Anfang Januar sein Comeback feierte, findet immer mehr zu alter Stärke zurück. „Julius hat das schon im Pokalspiel angedeutet und in Quakenbrück noch ein Stück mehr stabilisiert. Er ist absolut auf dem richtigen Weg“, lobte Harnisch. Quakenbrücks Coach Thorsten Leibenath meinte: „Jenkins hat uns sehr wehgetan. Das Spiel hat gezeigt, dass die Meisterschaft über Berlin entschieden wird.“ Für Trainer Luka Pavicevic war es „ein wichtiger Auswärtssieg, um in einer guten Position in der Meisterschaft zu bleiben.“

Der Tabellenzweite EWE Baskets Oldenburg spielte beim 83:70 (43:27)-Erfolg in Gießen souverän auf und hatte in Jekel Foster (21 Punkte seinen besten Werfer. „Gratulation an meine Spieler, die eine gute und konzentrierte Leistung abgerufen haben“, lobte Coach Predrag Krunic. Oldenburg habe die Partie von Anfang an kontrolliert, meinte 46ers-Coach Vladimir Bogojevic. „Vor allem offensiv haben wir lange Zeit nicht ins Spiel hineingefunden.“

Beim Derby zwischen den Köln 99ers und den Giants Düsseldorf schenkten sich beide Mannschaften nichts. Mit 80:78 (39:39) behielten die Gastgeber am Ende die Überhand. „Es war erneut eine Werbung für den Basketball“, schwärmte Kölns Trainer Drasko Prodanovic. Sein erfolgreichster Korbjäger war Jeremy Hunt (18), auf der Gegenseite glänzte Brant Bailey (22). Begeistert von der eigenen Leistung war auch ratiopharm Ulm nach dem 96:79 gegen die Brose Baskets Bamberg. „Das war vielleicht die beste Leistung seit Jahren hier in Ulm und das richtige Signal für das Team, die Fans, die Stadt: In der Rückrunde ist mit uns zu rechnen“, sagte Coach Mike Taylor.

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