Özil und Beck bei DFB-Debüt ohne Glück

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Deutsche Presse-Agentur

Andreas Beck wirkte frustriert, Mesut Özil war sichtlich enttäuscht. Ihr Debüt in der Nationalmannschaft als Neulinge Nummer 23 und 24 unter Bundestrainer Joachim Löw hatten sich die Jungprofis von 1899 Hoffenheim und Werder Bremen offenkundig anders vorgestellt.

Ganze zwölf Minuten durfte Özil nach dem tagelangen Trubel um seine Deutschland-Nominierung auf der linken Mittelfeldseite spielen, viele Ballkontakte hatte er nicht. Und die Partie gegen Norwegen (0:1) schien zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon verloren. „Natürlich ist es schade, dass ich nur zwölf Minuten gespielt habe. Ich wollte mehr. Es ist halt so passiert“, sagte der 20-Jährige.

Zumindest stand durch die schlechte Leistung der gesamten Mannschaft nicht mehr seine viel diskutierte Entscheidung für das DFB-Team und gegen die Türkei im Mittelpunkt des Interesses. „Ich habe das nicht gelesen“, sagte er zu den Anfeindungen gegen seine Person aus dem Land seiner Vorfahren. Speziell die kritischen Worte von Türkei-Trainer Fatih Terim wollte der Bremer nicht negativ bewerten. „Das war keine Kritik, er meinte das nicht böse.“

Bis zu Özils nächstem Auftritt im Trikot des A-Teams wird es sicherlich noch eine Weile dauern. Wie abgesprochen kehrt der Dribbelkünstler vorerst in die U 21 zurück, mit der er im Juni die EM in Schweden spielen soll. „Alles andere kommt später“, sagte Özil. In der Nationalitäten-Frage kehrt jetzt ohnehin Ruhe ein. Mit dem Kurz-Einsatz gegen Norwegen ist der gebürtige Gelsenkirchener endgültig deutscher Nationalspieler.

Hoffenheims Himmelsstürmer Andreas Beck musste wie viele DFB-Neulinge vor ihm den Unterschied zwischen erfolgreichem Vereinsfußball und kniffligen nationalen Aufgaben erfahren. „Ich bin froh, dass ich spielen konnte. Aber natürlich überwiegt die Enttäuschung“, sagte der nach der ersten Halbzeit für Andreas Hinkel als rechter Verteidiger eingewechselte Blondschopf. In einer lethargischen Mannschaft konnte der 21-Jährige auf der Außenbahn keine Glanzpunkte setzen und machte beim Gegentor durch Christian Grindheim keine gute Figur.

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