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Vogter kämpften bis zum Schluss und siegen

Vogt / Lesedauer: 2 min

Handball-Bezirksligist gewinnt mit 30:27 gegen Favorit Ulm & Wiblingen. Die mannschaftliche Geschlossenheit garantierte den überraschenden Sieg.
Veröffentlicht:23.01.2023, 01:00

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Die Rollenverteilung schien klar zu sein: Die SG Ulm-Wiblingen als Viertplatzierter der Handball-Bezirksliga kommt zum Schlusslicht, dem HCL Vogt. Doch wie im vergangenen Jahr auch, reiste die SG als klarer Favorit an und musste ihre Ambitionen gegen einen kämpferischen HCL begraben. Mit 27:30 (13:15) verloren die Ulmer.

Dass die Partie aus Vogter Sicht nicht leicht fallen würde, war der dünnen Rückraumbesetzung geschuldet. Mit nur vier nominellen Spielern über 60 Minuten mussten Lösungen her. Das Team war gefordert, an die gute Abwehrleistung von vergangener Woche anzuknüpfen und um jeden Ball zu kämpfen. Anfangs entwickelte sich eine schnelle Partie mit kurzen Wegen zum Tor. Beide Mannschaften wählten eine offensive Abwehrformation, wobei der HCL die Halbpositionen zunehmend besser abdecken konnte und sich Gegenstöße erarbeitete.

Wohl überrascht über die geradlinige HCL-Spielweise musste die SG auf eine defensive 6:0-Formation wechseln. Beim 14:10 kurz vor der Pause war jedem klar, Vogt geht mit einem guten Ergebnis in die Kabine. Beflügelt von der Gegneransprache in der Kabine, wussten die Vogter um die Unzufriedenheit bei den Gästen. Wiblingen musste den Druck erhöhen, mehr ins Risiko gehen, um die Partie zu drehen. Vogt war gewarnt, Geschlossenheit in der Abwehr war gefragt und rationale Spielweise, damit die Kräfte zum Schluss reichten.

Mit Geyer und Steinhauser hatte der HCL seine Abwehrprotagonisten auf der richtigen Seite stehen. Ein enorm wichtiger Baustein im Abwehrverbund verkörperte Simon Khater in der zweiten Spielzeit. Wiblingen versuchte über körperbetonte Spielweise auf den Halbpositionen zum Durchbruch zu kommen, scheiterte an der Abwehr, dem eigenen Wurf oder an Goalie Khater. Als weiterer Garant entpuppte sich Youngster Jan Mayer auf der Außenbahn. Wiblingen rannte an und konnte bis auf zwei Treffer aufschließen. Vogt hielt mit allem dagegen.

In der Schlussphase wurden alle Körner zusammengetragen, um den Sieg zu sichern, was am Ende beim 30:27-Erfolg gelang.


Für den HCL spielten: Noah Fiederle, Simon Khater im Tor, Christof Burkart (1), Jan Mayer (5), Philipp Schäle (1), Florian Geyer (2), Valentin Kernbach (8), Lukas Buemann (1), Adrian Steinhauser (6), Nick Feldhofen, Felix Hecht, Stephan Culjak (6).