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TSV Berg verliert drei Punkte

Stuttgart / Lesedauer: 2 min

TSV Berg verliert drei Punkte
Veröffentlicht:30.09.2010, 18:50
Aktualisiert:26.10.2019, 00:00

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Der Württembergische Fußball-Verband (wfv) hat dem TSV Berg die drei Punkte aus dem 2:1-Derbysieg gegen den VfB Friedrichshafen in der Fußball-Landesliga wieder abgezogen. Das Spiel wird mit 3:0 für den VfB gewertet. Der TSV Berg hatte in dem Spiel seinen neuen Torhüter Haris Mesic eingesetzt, obwohl dieser noch nicht spielberechtigt war.

„Der Verein ist für die Angaben in einem Berechtigungsantrag voll verantwortlich. Wenn darin etwas nicht stimmt, muss er dafür geradestehen“, so begründete der Leiter der wfv-Rechtsabteilung Frank Thumm gegenüber der SZ das Urteil. Der TSV muss neben dem Punktabzug auch noch eine Geldstrafe in Höhe von 80 Euro verkraften. „Wir gratulieren dem VfB zu den drei Punkten und jetzt ist die Sache für uns erledigt“, sagte TSV-Trainer Ohannes Yardim gestern der SZ.

Am 28. August hatte der TSV Berg im Derby gegen den VfB Friedrichshafen seinen neuen Torhüter Haris Mesic eingesetzt. Den Antrag auf Spielberechtigung hatte der TSV zwei Tage vorher an den wfv geschickt. Problem: Dort lag bereits ein anderer Antrag auf Mesics Namen von den Stuttgarter Kickers. Tatsächlich hatte der Keeper zuvor mit den Kickers verhandelt und dabei etwas unterschrieben, „von dem er nicht wirklich wusste, was es war“, so Yardim. Jedenfalls habe der TSV nicht gewusst, dass ein anderer Verein ebenfalls einen Antrag für Mesic abgegeben habe.

Keine mildernden Umstände

Für den wfv war das nicht strafmildernd: „Der Verein muss von seinem Spieler verlässliche Auskünfte einholen. Wenn er dann den Spieler nicht richtig informiert oder nicht eindringlich genug nachgefragt hat, muss er die Konsequenzen tragen“, so Thumm.

Den Einwand, dass der wfv gerade im Amateurbereich ja auch von sich aus die Vereine auf Unstimmigkeiten ansprechen könnte, entkräftete der Leiter der Rechtsabteilung: „Wir machen so etwas auch. In diesem Fall aber kam der Antrag am 27. August bei uns an, am 28. wurde der Spieler eingesetzt. Wir hatten gar nicht die Zeit zu reagieren, da am Ende der Transferperiode diese Anträge zu Hunderten bei uns ankommen.“