Rückrunde

MTG Wangen startet als Favorit in die Rückrunde

Wangen / Lesedauer: 3 min

Verbandsligahandballer spielen nach Winterpause am Samstag beim VfL Kirchheim
Veröffentlicht:13.01.2023, 18:11
Aktualisiert:13.01.2023, 18:12

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Trotz eines extrem starken zweiten Tabellenplatzes in der Verbandsliga wollen die Handballer der MTG Wangen vor dem Start in die Rückrunde nicht von Aufstieg sprechen. Der Auftakt nach der spielfreien Zeit findet für das Team von Trainer Sebastian Staudacher am Samstag auswärts zu Gast beim VfL Kirchheim (Samstag, 19 Uhr) statt.

Die Marschrichtung für das kommende Jahr wurde noch vor Weihnachten definiert: „Grundsätzlich wollen wir weiterhin vorne dranbleiben. Wir sind nach der Hinrunde ganz klar eine Mannschaft, die zum Favoritenkreis gehört, aber von Aufstieg wollen wir nicht reden“, erklärt Staudacher bestimmt. Mit zehn Siegen und nur einer Niederlage und einem Unentschieden gegen den Top-Favoriten TV Reichenbach ist die Bilanz der Wangener zur Halbzeit mehr als beeindruckend. Daran will Staudacher weiter arbeiten, denn einige Spiele seien in der Hinrunde sehr knapp gewesen, argumentiert der MTG-Trainer. Ein Beispiel dafür war die Begegnung mit dem Tabellensiebten, TSV Köngen, die die Wangener auswärts mit nur einem Punkt Vorsprung (32:31) für sich entschieden. Auch im letzten Spiel vor der Pause blieb es auswärts beim TV Steinheim/Albuch bis zum Schluss spannend, als die MTG gegen den Tabellennachbar auf Platz drei mit 42:39 punkten konnte.

Die Favoritenrolle ist den Wangenern inzwischen gewiss, aber „den Erfolg in der Hinrunde müssen wir uns in der Rückrunde neu erarbeiten und dranbleiben“, meint Staudacher. Auch seine Schwester und Abteilungsleiterin, Maike Reeb, bestätigt: „Bei den Frauen habe ich damit gerechnet, dass sie in der Verbandsliga oben mitspielen. Sie waren schon in der letzten Saison mit dem dritten Tabellenplatz sehr erfolgreich. Bei den Männern war ich ehrlich gesagt überrascht. Ich glaube die Jungs haben selbst nicht mit diesem Erfolg gerechnet.“

Seit dem vergangenen Jahr hat sie das Amt von Matthias Vetter übernommen. Ihr Vater war schon Abteilungsleiter und genauso wie ihr Bruder ist sie von klein an bei der MTG Wangen dabei. Zuletzt als Schiedsrichterin und Trainerin. An den Erfolg von beiden Mannschaften glaubt sie fest: „Beide Mannschaften werden im oberen Tabellendrittel mitspielen. Bei den Frauen bin ich mir sicher. Bei den Männern kann bei einer so jungen Mannschaft alles noch passieren.“ Das junge Team selbst will laut Staudacher ebenfalls nicht von Aufstieg sprechen, sondern die Zeit haben, sich weiter entwickeln zu können. Dafür wurde die Pause genutzt: „Wir haben in den letzten zwei Wochen am Deckungssystem gearbeitet, um eine gute Deckung zu stellen“, sagt er.

Für den VfL wird es am Samstag keine leichte Aufgabe werden. Die Tabellenzehnten sprachen nach ihrem ersten Spiel in der Hinrunde „von einer Lehrstunde im Allgäu“. Mit 43:23 war es vergangenen September ein Kantensieg für die MTG. Zudem muss der neue VfL-Trainer, Dominik Merkle, nach einem Umbruch zu Saisonbeginn, mit einem dünnen Kader und Langzeitverletzten kämpfen. Das Staudacher-Team ist gewappnet und vollständig, bis auf Rückraumspieler Leopold Plieninger, der wegen Prüfungen ausfällt.