Die Folge mit den Blasmusikern und Hip-Hoppern

Digitalredakteurin
Schwäbische Zeitung

Andrea Pauly im Gespräch mit Julian und Martin Hutter, den Söhnen der Blasmusik-Legende

"Blasmusik: Das ist was für Bierzelte, Festumzüge und Seniorennachmittage" - Julian und Martin Hutter verdrehen die Augen, wenn sie das hören. Denn sie sind mit einer ganz anderen Einstellung groß geworden: Blasmusik, das ist auch Jazz, Funk und Big-Band-Sound, aber vor allem: Musik, die einen extrem hohen Qualitätsanspruch erfüllen muss. Ihr Vater, Ernst Hutter, leitet die Egerländer Musikanten - das Original. Das Ensemble besteht ausschließlich aus Profimusikern, die Ticketpreise liegen auf einem ähnlichen Niveau wie bei deutschen Pop- oder Rockstars. Beide spielen selbst auch Instrumente, genau wie ihr Bruder Stephan. Alle drei sind Teil des großen Familienunternehmens - als Musiker, Eventmanager, Arrangeur, Social-Media-Beauftragter. Beide spielen ihre Instrumente aber auch ganz anders - Martin mit der erfolgreichen Hip-Hop-Band "Moop Mama", Julian bei "Fättes Blech". Im Podcast sprechen sie darüber, wie es ist, wenn der Vater zugleich der Chef ist, wenn die Musik den Alltag bestimmt, wie Hip-Hop und Egerländer Blasmusik zusammenpassen und was passiert, wenn man als "der Sohn" auf der Bühne einen Ton nicht trifft. Denn für Martin und Julian Hutter ist ihr Nachname Fluch und Segen zugleich: Er führt zu hohen Erwartungen - und großen Chancen. Und dann gibt es diese ganz besonderen Momente, etwa beim Woodstock der Blasmusik, wenn 15.000 Musiker "Hutter! Hutter! Hutter!" skandieren und den Mann, der für Musik aus den 50er Jahren steht, feiern wie einen Rockstar. Martin und Julian erzählen von ihrer Liebe zur Musik, von ihrer ziemlich außergewöhnlichen Familie und davon wie es ist, wenn der Vater in der Öffentlichkeit peinliche Atemübungen macht. Und sie erzählen, warum sie ihren Vater sehr bewundern und als Held sehen.