Die Folge mit dem tierlieben Metzger

Digitalredakteurin
Schwäbische Zeitung

Andrea Pauly im Gespräch mit Philipp Sontag

Philipp Sontag ist kein Metzger wie jeder andere: Als Fleischsommelier beschäftigt er sich nicht nur mit dem Fleisch, sondern vor allem mit dem Tier - und bezeichnet sich selbst als Tierfreund, dem das Wohl der Tiere, die durch seine Hand sterben, am Herzen liegt. Über den schlechten Ruf, den sein Handwerk hat, ärgert er sich nicht einfach - er widerspricht. Er nimmt Kritiker ernst. Er beschäftigt sich mit den Tieren, die er tötet: Philipp Sontag erklärt, warum sie manchmal stundenlang zucken, nachdem sie geschlachtet wurden. Er weiß, dass Schweine im Stall keine Empathie für ihren toten Artgenossen empfinden, sondern ihn anknabbern, sobald er tot ist. Und: Er sagt Dinge, die untypisch für einen Metzger sind. Er redet über Fleisch aus dem Supermarkt und warum es qualitativ längst nicht so schlecht ist wie sein Ruf - aber ethisch problematisch. Eine Stunde lang geht es im Gespräch mit Andrea Pauly um Ethik und Klimaschutz, um Vegetarismus und Veganismus, um regional und bio und um die Frage, ob Fleischalternativen echte Alternativen sind.